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Ausgabe 1.2019

Zum Lesen und Drucken im ANSA-Insights-Layout gibt es die ANSA Insights 1.2019 hier als PDF zum Download (10 MB). Alternativ kannst du die Texte online lesen. Einfach nach unten scrollen.

Liebe ANSAs, liebe ANSA-Interessierte,

die ANSA Insights werden in diesem Jahr fünf Jahre alt. 2014 haben wir unsere Pilotausgabe, damals noch unter dem schlichten Arbeitstitel „ANSA Newsletter“ veröffentlicht. Aus der Taufe gehoben wurde das Magazin während eines Strategie- und Arbeitstreffens im März 2014. Viele Ressorts, wie z.B. die Perspektiven, sind seit Anfang an dabei – und das fast regelmäßig. Nicht schlecht für einen komplett ehrenamtlich organisierten Verein!

Im Juni 2015 bekamen die Insights dann ihren aktuellen Namen und das aktuelle Design. Seitdem hat die Redaktion viele Gesichter und Namen kommen und gehen gesehen. Manch einer hat tolle Inputs gebracht und neue Kategorien oder spannende Artikel geliefert. Manch anderer hat die Rolle einer Ressortleitung nur strategisch wahrgenommen – und zwar genau so lange, bis ein eigener Artikel veröffentlicht wurde. Danach nahm das Interesse sich ehrenamtlich zu engagieren dann manchmal rapide ab. Gleichzeitig gibt es in der Redaktion aber auch alte Hasen wie Simone oder neue engagierte Personen, die trotz ihres Day-Time-Jobs immer wieder eine neue Aufgabe übernehmen, wie Katharina.

Ich selbst habe seit der Gründung viel Energie und Herzblut in die Insights gesteckt und versucht Magazin-Standards in Bezug auf Lesbarkeit und Optik hoch zu halten – im Rahmen der möglichen Ressourcen. Nicht immer ist uns das gelungen, und wir entschuldigen uns für die ein oder andere Textwüste, die uns ins Heft gerutscht ist. Wir hoffen, ihr hattet trotzdem Spaß mit der Lektüre.

Mit dieser Ausgabe werde ich mich jetzt aus meiner Rolle als Teil der informellen Chefredaktion zurückziehen und das Zepter weitergeben.

Andreas (ANSA Insights Redaktion)

„Social Entrepreneurship – What it is and why many of us should get involved in it“

ANSA e.V. Konferenz 05. – 07.10.2018 in Halle (Saale)

In den Räumlichkeiten der Pharmazeutischen Fakultät der Uni Halle stellte ANSA einen neuen vereinsinternen Rekord auf: Mit 90 Teilnehmenden war Halle (Saale) die bisher größte Konferenz des Vereins. Die Räume wurden uns durch die Kontakte zweier ANSA-Mitglieder vor Ort zur Verfügung gestellt. Die Konferenz stand unter dem Titel „Social Entrepreneurship – What it is and why many of us should get involved in it”.

Mit der Stadt Halle hatten viele der Teilnehmenden bis zum Konferenzwochenende wohl eher das Image der grauen Industriestadt verbunden. Doch schon die Stadtführung am Freitagabend räumte mit jeglichen solcher Vorurteile auf: Auf den Spuren Martin Luthers wurde das historische Stadtzentrum erkundet und Halle entpuppte sich als charmante Universitätsstadt mit reicher Geschichte und einer lebendigen kreativen Szene. Auch die Unterkunft für das Wochenende, Halles frisch renovierte Jugendherberge, überraschte durch die zentrale Lage und das beeindruckende alte Backsteingebäude, in dem sie untergebracht ist.

Samstag: Mitgliederversammlung und neue Perspektiven

Im Universitätsgebäude mit dem wohlklingenden Namen „Melanchtonianum“ startete am Samstagmorgen das offizielle Konferenzprogramm mit der jährlichen Mitgliederversammlung des ANSA e.V. Aus beruflichen Gründen konnten drei der fünf Vorstandsmitglieder leider nicht vor Ort sein. Stellvertretend für den gesamten Vorstand führten Malte und Esebio jedoch professionell und sympathisch durch die etwa zweistündige Versammlung. Nach einer Zusammenfassung der Vereins- und Vorstandsaktivitäten des vergangenen Jahres wählten die anwesenden Vereinsmitglieder den neuen ANSA Vorstand. Mit 90 Teilnehmenden war dies die bisher größte ANSA Konferenz und so vergrößerte sich auch die Zahl der ANSA Mitglieder; im Laufe des Wochenendes traten rund ein Dutzend neue Mitglieder direkt dem Verein bei.

ANSA keeps on growing: Mit 90 Teilnehmenden war die Konferenz die bisher größte seit ANSAs Gründung 2011.
ANSA keeps on growing: Mit 90 Teilnehmenden war die Konferenz die bisher größte seit ANSAs Gründung 2011.

Nach einer Mittagspause mit gewohnt leckerer Verpflegung wurde der Nachmittag durch ein Grußwort von Prof. Dr. Peter Imming des Instituts für Pharmazie der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg eingeleitet. Er leitet von Seiten der Universität Halle das afrikabezogene Forschungsvorhaben Tri-Sustain. Die Projektteilnehmer erforschen dabei aus afrikanischen Ländern stammende Heilpflanzen. Er hieß die Konferenzteilnehmenden herzlich in Halle willkommen und begrüßte die Arbeit ANSAs als deutsch-afrikanisches Netzwerk.

Der inhaltliche Teil der Konferenz umfasste zwei Keynote-Vorträge zum Konferenzthema „Social Entrepreneurship“ sowie 12 Präsentationen von teilnehmenden DAAD-Alumni oder DAAD-StipendiatInnen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen.

Brücken bauen mit der Sonne

Der erste Keynote-Vortrag von Tobias Kandel stellte das Hamburger Projekt „Brücken bauen mit der Sonne“ vor, das 2017 ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen dieses Projektes werden in Deutschland lebende AfrikanerInnen als sogenannte „SolarbotschafterInnen“ ausgebildet. Hierbei werden in Zusammenarbeit mit Partnern technische sowie auch administrative Skills im Bereich Solarenergie vermittelt. Tobias Kandel berichtete von bereits stattgefundenen Workshops in Deutschland sowie von Projekten in Kenia, Benin und Tansania. Die aktuelle Struktur des Projektes ist nach wie vor abhängig von externen Fördermitteln, weshalb der Weg zum Social Enterprise noch bevorsteht.

Startups, Soziale Unternehmen und Supercomputer

Im weiteren Verlauf des Nachmittags fanden die Beiträge der TeilnehmerInnen statt. Ziel dieser Vorträge ist es, die Vielfalt der Forschung und Projekte der ANSA-Mitglieder und KonferenzteilnehmerInnen zu zeigen. Hierbei muss nicht unbedingt ein Zusammenhang zum Rahmenthema der Konferenz bestehen.

Im ersten Block am Samstagnachmittag referierte Christopher Boafo zum Thema „Entrepreneurial activities of Informal Sector clustering firms and their Internationalization in Developing Countries: Insights from Ghana“, Eileen Geissler präsentierte das aus einem Goethe-Institut entstandene „Projekt START-UP in Senegal“, Katharina Kolatzki entführte die Zuhörenden in die Welt der Physik mit dem Thema „International research at large-scale particle accelerators“ und Thomas Atobra stellte seine Forschung zum Thema „When does leadership affect innovative work behaviour? The role of climate for innovation“ vor.

Eine Kaffeepause trennte den ersten vom zweiten Block, bevor es weiterging mit einer empirischen Feldforschung von Michèle Mertens zum Thema „Social Entrepreneurship in Cameroon“. Parallel referierte Musumba Awori über „Trek Science Limited: A young biotech start-up based in Kenya“, Lucas Möller sprach über “Artificial Intelligence” und Nadine Segadlo stellte die Forschung ihrer Masterarbeit zum Thema „Ghana’s National Migration“ vor.

Die unterschiedlichen Hintergründe der Teilnehmenden und der daraus resultierende interdisziplinäre Austausch waren wie jedes Jahr von großem Wert für die Konferenz und die TeilnehmerInnen. Zwei der Vortragenden, Katharina Kolatzki und Nadine Segadlo, lassen im Anschluss an diesen Artikel noch einmal ihre Präsentation in Halle Revue passieren

Spätsommerlicher Flair und gute Gespräche

Der Abend klang nach diesem intensiven Tag mit einem Buffet, Unterhaltungen und Musik aus. Aufgrund der gewachsenen Gruppengröße konnte leider kein Ort für das so berühmte Networking-Highlight, das Team-Cooking, gefunden werden. Nichtsdestotrotz nutzten alle Beteiligten die Zeit des Abendessens sowie danach, um sich intensiv auszutauschen und zu vernetzen. Hierbei erlaubten es die für Anfang Oktober ungewöhnlich hohen Temperaturen noch bis spät in den Abend auf dem historischen Universitätsplatz zu verweilen und das samstagabendliche Halle zu genießen.

Sonntag: Noch mehr Brücken

Der zweite Konferenztag startete mit der Keynote von Joyce Treptow und Luc da Gbadji (gebürtig aus Kenia und Benin) von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, ebenfalls zum Thema „Brücken bauen“. Ihr Vortrag bezog sich jedoch auf sogenannte transnationale Individuen der afrikanischen Diaspora, die durch niedrigschwellige Kompetenzvermittlung zur Professionalisierung von Sozialunternehmen in Afrika beitragen können. In der anschließenden Diskussion wurde lebhaft diskutiert, wie dieser internationale Austausch gelingen kann.

Hervorgehoben wurden die Wichtigkeit von Networking und kreativen Herangehensweisen an die lokalen administrativen und gesellschaftlichen Herausforderungen.

Voller Hörsaal: In den Räumen der Pharmazeutischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg fand der Großteil der Konferenzveranstaltungen statt.
Voller Hörsaal: In den Räumen der Pharmazeutischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg fand der Großteil der Konferenzveranstaltungen statt.

Nach einer kurzen Kaffeepause, die teilweise noch für den Austausch mit den zwei ReferentInnen diente, ging es mit folgenden Beiträgen in die dritte Runde der Teilnehmendenpräsentationen: Mohamed Fatuma referierte zu „Energy access and peer to peer energy trading in Sub-Saharan Africa“, Boerger Ruven stellt das Thema „Fashion from Kibera to the world“ vor, die aus Ghana angereiste Theodora Akweley Asiamah präsentierte ihre Forschung zu „Social Entrepreneurship financing: altruism or exchange?“ und Olabisi Badmos stellte die Ergebnisse ihrer Promotion zum Thema „Slum dwellers residential Decision to remain in Slum: A case study of Lagos megacity“ zur Diskussion.

Damit ging der inhaltliche Teil der Konferenz zu Ende. Abschließend folgten die Arbeitsgruppentreffen, um unterschiedliche Bereiche innerhalb ANSAs kennenzulernen und weiterzuentwickeln. Neben den klassischen Arbeitsgruppen wie der „ANSA Insights“ oder der Planungsgruppe für die kommende Konferenz 2019 fanden sich auch neue Gruppen, welche sich beispielsweise dem Thema „ANSA in Afrika“ oder der Professionalisierung des „ANSA Live-Streaming“ auf zukünftigen Konferenzen widmeten.

Zum zweiten Mal waren die Inhalte der Präsentationen durch ein Facebook-Life-Stream auch für Personen zugänglich gemacht worden, die nicht persönlich bei der Konferenz anwesend sein konnten. Diese hatten auch die Möglichkeit per Kommentarfunktion Fragen zu stellen, sodass die aktive Teilnehmendenzahl dieser Konferenz sogar über die Zahl der in Halle Anwesenden hinausging.

Dank an alle HelferInnen

Dank des Konferenz-Orga-Teams sowie der zahlreichen „Helping Hands“ unter den Teilnehmenden verlief diese bisher größte ANSA Konferenz reibungslos.

Der Vorstand und das Konferenz-Orga-Team möchten an dieser Stelle nochmals den großen Einsatz hervorheben, den die ANSA-Mitglieder allesamt ehrenamtlich im Vorfeld und während der Konferenz für die Konferenz und damit den Erhalt dieses Netzwerkes von DAAD-Alumni gebracht haben.

(kk)

Ghana’s National Migration Policy scrutinized

Teilnehmerbeitrag zur ANSA-Konferenz 2018 von Nadine Segadlo

When we look at international migration from African countries to Europe, the European perspective in general and the German perspective in particular focuses largely on combating the root causes of migration and flight. Discussions evolve around the question how Europe/Germany could curb irregular migration and achieve African countries’ compliance on return and readmission. Following this debate, I asked myself why we are not looking at this issue from another angle and actually direct our attention to what countries of origin on the African continent do to deal with migration in their states.

Nadine Segadlo during her talk about Ghana’s National Migration Policy.
Nadine Segadlo during her talk about Ghana’s National Migration Policy.

I found that in West Africa, the regional organisation ECOWAS (Economic Community of West African States) strongly promotes migration management, e.g. through a Common Approach on Migration. Additionally, Ghana, as one of the first ECOWAS member states, adopted a National Migration Policy (NMP) in 2016. It is an encompassing document looking at all forms of migration affecting the country. Ghana is a country of origin for migrants coming to Europe, but simultaneously also a destination country for migrants from the region.

How does Ghana deal with migration?

Although it seems that actors from the Global North, primarily the EU, set the tone in addressing migration in countries of origin – their focus can clearly be seen in curbing irregular migration to Europe – the case of Ghana raises questions: Was there a guiding influence from actors like the regional organisation ECOWAS? And which role did the Government of Ghana (GoG) itself have in the process of the formulation of its NMP? Consequently, I investigated the policy process that led to the development of the National Migration Policy for Ghana and identified the actors involved, their specific interests, what brings them together and how they interact.

During 14 weeks of field work in Ghana I conducted expert interviews with various stakeholders involved in the policy-making process leading to the NMP for Ghana. The main reason stakeholders engage in policy formulation is the degree of their interest and their available resources, which form the basis for their power.

More exchange and better communication  

In my presentation at the ANSA conference, I especially focused on the implications of my findings for the migration debate. The research clearly shows that a different approach on migration management and governance in cooperation with countries in Africa is necessary. This approach needs an honest exchange of priorities between African and European states, public awareness and collaboration with civil society, better coordination of donor projects and a critical engagement with the meaning of migration in the society. The audience’s reaction supported this view and together we agreed that a critical discussion of interests and power in the international migration debate is inevitable.


Nadine Segadlo
Nadine Segadlo

Nadine Segadlo was born in Germany. She studied Politics and Public Administration in Konstanz and Pretoria and International Development Studies in Utrecht. She worked in Tanzania, South Africa and Ghana. After finishing her Masters, she is now looking for a job. She became an ANSA member in 2017.

Particle accelerators and the beauty of fundamental physics

Teilnehmerbeitrag zur ANSA-Konferenz 2018 von Katharina Kolatzki

Large-scale particle accelerators are among the most complex and most expensive infrastructures ever built by humankind. International teams of scientists use these machines to keep pushing the boundaries of what we know about our universe and what it is made of. In my talk, I gave an overview about the different types of particle accelerators, for example the Large Hadron Collider at CERN. I laid out the fundamentals of how particles get accelerated and how scientists make use of them.

Bringing together people from all over the world to understand our universe

Additionally, I gave a brief introduction into my own specific field of research. My colleagues and me investigate the interaction between atomic clusters and intense light pulses. These light pulses are generated from accelerated electrons. For our experiments, we often travel to one of the few of such light sources that are spread all over the world. The goal of our fundamental research is to enable the live filming of very small free flying particles, e.g. an evolving protein structure.

When giving a talk, one never knows where the audience’s questions take you… In this case, Katharina Kolatzki was challenged to explain (and sketch) the conversion of energy into matter and vice versa.
When giving a talk, one never knows where the audience’s questions take you… In this case, Katharina Kolatzki was challenged to explain (and sketch) the conversion of energy into matter and vice versa.

Einstein’s famous formula and overcoming the fear of physics

Being in the field of experimental atomic and laser physics, I am quite familiar with certain reactions from people. On one hand, they are amazed and in awe of the questions of fundamental physics. But on the other hand, many people approach me with the firm conviction that they will just not understand anything at all.  Therefore, occasions like my talk at the ANSA conference in Halle always excite me: They give me a chance to eliminate a few of those fears and present my research to a diverse audience. And indeed: Those who attended my talk engaged in a very interesting and educating conversation with me. After one curious question, I even got to briefly explain one of the most famous formulas of physics: Einstein’s E = mc², which sets a direct relation between a particle’s energy and its mass. Although this is such a famous formula, I hardly ever come across it in my research. Still, it shows how something quite complex can be summarized in a rather simple equation. This endeavor to find simple beauty in our complex universe is what keeps me motivated in my work. I hope that with my talk, I could share this fascination and joy with the audience!


 

Katharina Kolatzki
Katharina Kolatzki

Katharina Kolatzki wurde in Deutschland geboren und ist u.a. bei Bremen und in Braunschweig aufgewachsen. Sie hat Physik in Berlin studiert und während ihres Bachelors zwei Semester in Kenia verbracht. Aktuell lebt sie wieder in Berlin und schließt ihr Masterstudium in Experimentalphysik ab. Sie ist seit 2016 ANSA-Mitglied.

“Happy People” - ANSA’s new Photo Exhibition

Ein Beitrag von Babette Guimbang Abanda & Johanna Schreiber

“Noteworthy (Merk+Würdig)” was the title of the first ANSA photo exhibition in 2015. It was a success because members showcased their wealth of experience gained from both Africa and Germany. The exhibition travelled around German Universities and feedback has always been positive.

From the idea to the official opening in Halle

In the following years, ANSA members felt like sharing new experiences by opening their hearts, even risking being seen as too sensitive. It took a while, but in October 2018, the first public display of our second exhibition took place in Halle (Saale) during the annual ANSA Conference.

Happy_People_Poster

The spirit of the photo exhibition “Happy People” came from the fact that everyone could be happy regardless of what life offers at any giving point in time knowing that the secret to happiness lies in our ability to value what we have in the present time.

Life is beautiful

It is certainly easy to blame others for our unhappy life, to denote negative thoughts when people look at us without a word in the street.  When people shout at us because they had a bad day or are angry because of a punctual event. In those situations, what keeps us calm and peaceful? It is easy to swing in the mood and set everything to fire, which is not necessary!  Life is so awesome and beautiful, especially with marvelous friends. There is always a reason to laugh and be thankful. Value your friends and the time they spend with you. Value nature and its gifts, enjoy sharing your skills with people in need.  Seeing things this way, many people live a happy life.

Photo Exhibition 3

For our exhibition, being the best photographer was not a must. However, being able to cease a moment deep enough to bring a smile or a sense of freedom was the rule. All exhibited photographs had a particular side, a singular spirit and every person saw a very singular story on the photograph he had never seen.  It was certainly interesting to see how different stories could converge to a single picture.

Happy together, Happy with little!

Pictures were taken in Cameroon, Ethiopia, Mali, Germany, La Réunion, South Africa, Malawi, Namibia, Mozambique, Madagascar, Egypt, Ghana and Tunisia.

Photo Exhibition 2

To mark the event and further encourage individual efforts, three of the most popular photographs were awarded. Prizes included a mug, a booklet and a 2019 Calendar. All prizes were designed using the exhibited photographs. The first prize went to “Summer in the City”, in Durban, South Africa, a picture taken by Matthias Witte in 2011. The second prize went to “Snow Angel” in the Allgäu, Germany, taken by Babette Abanda in 2013 while the third prize went to “Ghana’s Next Topmodels’ in Axim, Ghana, taken by Ann-Christin Hayk in 2017.

When you will happen to see our exhibition, remember, nothing is in the beauty of the picture but in the spirit and the emotion it creates in you.

Apropos…. 21st century Germany and International Scholars

von Paul Terwase Lyam

Studying abroad is a trend that is valued by many students across the globe. It is believed that students, particularly from African countries and other countries of the global south, at the completion of their study abroad, return to their home countries with a greater vigour for academic pursuits and a renewed interest in lifelong learning, while putting to practice the research and education gained abroad.

German Society: Insights from an academic perspective

As a foreign student in Germany, I have spectra of experiences drawn from interactions with the German authorities, vis-à-vis administration and bureaucracy, social life, culture and tradition as well as in the academics. In this article, I focus on the academic experience, because academic life is at the heart of my activities and the main reason for my stay in Germany.

Freedom for self-directed studies and tailored supervision

Most German universities are tuition free; hence, education is free of charge. This is a remarkable example and a developmental initiative that other countries around the world should emulate. However, free education in Germany does not translate to poor or low-quality education; it is rather composed of high quality in all of its components. As a country that is dedicated to research and advancement in science and technology, international students have found in Germany the right choice in terms of scientific research. German universities and research institutions have provided cutting-edge learning and research infrastructure which students have found very supporting in improving the quality of knowledge acquired. The freedom for self-directed studies and tailored supervision is an add-on to the German educational system and encourages students to develop their abilities/potential, and act independently rather than being spoon-fed with ready-made ideas. I leverage on this freedom to think independently and critically about my research; seek appropriate sources of help and openly discuss with my colleagues in related fields of study.

In addition, opportunities to socialize and hold informal meetings with both colleagues and supervisors are always available. Furthermore, frequent and well-coordinated professional meetings such as courses, conferences, symposia, workshops and departmental seminars allows for networking and collaborative scientific output. This makes academic studies an amazing journey of learning and exchange of experiences.

Germany is still evolving in terms of opening up

As interesting as studying in Germany could be visualised, interactions with some foreign students, studying in other German cities revealed yet another subtle but disturbing perception that may be requiring greater attention. While Germany is fast becoming a preferred academic destination, the German society is still evolving in terms of opening and loosening up some of its deep-seated social cultures to adapt to these new international visitors coming to study in Germany. Cultural tensions have remained one of the commonly talked about issues by foreign students from some countries of the global south studying in Germany. However, it is my considered opinion that this perception is unpopular within the academic environment.

Tremendous benefits

Regardless of this general perception, I have had a wonderful and fair share of my stay as a foreign student, benefitting tremendously from the academic system in Germany. Organizations like DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) and AvH (Alexander von Humboldt Foundation) play an important role in promoting academic cooperation between scientists and scholars both from Germany and abroad, thereby encouraging integration and an open exchange of ideas.


Paul Lyam
Paul Lyam

Paul Terwase Lyam was born in Makurdi, Nigeria. Currently, he is carrying out a doctorate research at Leipzig University, where he is assessing climate change impact on genetic diversity and distribution of important plant species on the African continent. He has been a member of ANSA since 2016.

Building up German-African partnerships to tackle animal and human diseases

ANSAs at Work

Since my study of biology is focused on tropical diseases and parasites, I have been drawn into the African continent south of the Sahara. My first stay was in 2006 at one of Africa’s best universities in Cape Town, South Africa, where I attended lectures and courses on this topic. For my PhD, I decided to focus on field work, which I was lucky to find on a remote field station right in the center of Africa: Cameroon. I worked and lived in a small city in the tropical savannah region for over three years, and thus got more than a glimpse of what life means in that part of the world. People of various religious and cultural backgrounds like Muslims, Christians, nomads, farmers and animists live together in an astonishingly peaceful manner.

Traders harmoniously sell their wares on one of the market streets in Touboro, Nothern Cameroon
Traders harmoniously sell their wares on one of the market streets in Touboro, Nothern Cameroon

Though they called me ‘Nasarra’ which may loosely translate to ‘a person with no skin’, I considered them as warm and gentle people, and they often invited me for parties and celebration

Since the beginning of this year, I moved to the shores of the Baltic Sea in Greifswald, where I work for the Federal Research Institute for Animal Health, the Friedrich Loeffler Institut. Because some of mankind’s most dangerous infectious diseases like Ebola, HIV, West Nile or African swine fever, all of which are caused by viruses, were first discovered in Africa, my task is to form new networks with partners from Sub-Saharan Africa, as well as strengthening the already existing ones.

Traders harmoniously sell their wares on one of the market streets in Touboro, Nothern Cameroon.
Traders harmoniously sell their wares on one of the market streets in Touboro, Nothern Cameroon.

So far, I have met scientists from Mauritania, Cameroon, Egypt, Nigeria, Sierra Leone and Zambia, and launched a new collaboration project with colleagues from Mozambique and Zambia. For me, it is a great honor to work with these bright and dedicated Africans for a common goal: the fight and control of emerging infectious diseases which pose a risk to lives of millions of people and their livestock. I believe that a close partnership is vital, not only in order to be better prepared against new outbreaks and threats, but also to nurture friendship between nations by way of building up mutual trust and respect.


Albert Eisenbarth
Albert Eisenbarth

Albert Eisenbarth wurde in Deutschland geboren und ist dort aufgewachsen. Er hat u.a. Biologie in Tübingen studiert und auch dort promoviert. Schon während des Studiums war er für ein Jahr in Südafrika. Für die Doktorarbeit verbrachte er insgesamt über drei Jahre in Ngaoundere, einer Stadt im Norden Kameruns. Aktuell lebt und arbeitet er in Greifswald als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seit 2018 ist Albert ANSA-Mitglied.

Waiting for Oil in Uganda

Mitgliederforschung

2006 ushered in an oil-age era in Uganda with new prospects of unforeseen riches. How did Ugandans react to this new wealth and what changes would it bring to the country? I travelled to Uganda in 2012 to research on the social perceptions of changes set off by the discovery of oil. As I started my ethnographic fieldwork, things started slowing down in the oil industry. Instead of surging ahead at breakneck speed as some new oil producers do, Uganda took its time to develop the framework for oil production. In fact, even today, over ten years after the first discoveries, there is still no oil production. Nonetheless, people in the oil region and civil society had entered in an anticipatory mode, trying to estimate what a future with oil would look like.

A street in the "oil city" Hoima.
A street in the “oil city” Hoima.

The overarching characteristic of my research turned out to be waiting for the big changes to come: a waiting characterised by indeterminacy. There is a timeline, but every year it gets expanded and in 2018 having oil still seems to belong to an uncertain future.

Researching Petro-Futures

Methodologically, this challenged me as, instead of witnessing grand changes, I had to deal with a flimsier subject: expectations, hopes and anticipations. Turning this problem into my topic, I chose to look at the ways people make their futures in the present. Ugandans anticipated different futures with oil: promising futures of wealth and development and disturbing futures of destruction and suffering. Much of the talk around the oil involved the dichotomy of blessing or curse and it was not clear which one the oil would be. Rather than joining one of the camps, in my dissertation I analysed these predictions and prophesies. I argued that it is such activities of imagining and communicating future scenarios that effectively shape how the oil will eventually be produced and how this production will affect society.

Ethnography on Oil in Uganda

My dissertation is one of the first ethnographic accounts of oil in Uganda and it gives voice to a diverse set of people. I engaged with civil society and I talked to oil workers and politicians, religious leaders and entrepreneurs in the oil region as well as to oil field service providers, ministry officials and, of course, oil companies. In 2018, I published the results under the title “An Uncertain Future – Anticipating Oil in Uganda”. The book is available online for free, making the research accessible to a wider public and most importantly to those who have participated in it.


Annika Witte
Annika Witte

Annika Witte wurde in Deutschland geboren und ist dort aufgewachsen. Sie hat Ethnologie und Publizistik in Deutschland studiert und ihren Doktor in Sozialwissenschaften mit Spezialisierung in Ethnologie ebenfalls in Deutschland gemacht. Für ihre Doktorarbeit hat sie in Uganda geforscht und wurde hierfür vom DAAD gefördert. Sie lebt aktuell in Göttingen und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie der Georg-August-Universität Göttingen. Sie ist seit 2013 ANSA-Mitglied.

Centres of African Excellence – Wissenschaftskooperation mit Partnern in Subsahara-Afrika stärken

Neues vom DAAD

Exzellente Fach- und Führungskräfte werden weltweit gebraucht. Der DAAD hat vor zehn Jahren deshalb damit begonnen, den Aufbau von Fachzentren in Subsahara zu fördern, um bereits vorhandene Expertise sowie ungenutzte Potentiale zu stärken. Eines der zentralen Ziele dabei ist, die wissenschaftlichen Kapazitäten in verschiedenen Regionen in Subsahara Afrika auszubauen. Durch eine enge Kooperation der Fachzentren miteinander sollte ein Netzwerk von Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft für die Zukunft Afrikas und die Zusammenarbeit mit Deutschland entstehen. Dies beruht auf dem Leitfaden einer „True Partnership“, eines gemeinsamen, gleichberechtigten und offenen Austausches.

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Zwischenbilanz – Langfristige Kooperation entstanden

Jetzt haben der DAAD und die Fachzentren sowie die Kooperationspartner bereits einen Teil des Weges zurückgelegt, und es ist insgesamt eine positive Bilanz gezogen worden. Zum zehnjährigen Bestehen der Initiative Centres of African Excellence des Auswärtigen Amts und des DAAD gab es in Berlin ein großes Netzwerktreffen aller Beteiligten. Zudem war die südafrikanische Hochschulministerin Naledi Pandor zu Gast. Sie unterstrich, dass die zehn Fachzentren mit ihrer unterschiedlichen Ausrichtung und überregionalen Verteilung in Subsahara Afrika eine sehr gute Basis für langfristig effektive Kooperationen von deutsch-afrikanischen Bildungsprojekten darstellten. Die Vernetzung der Fachzentren und ihre mediale Präsenz zeigen außerdem, dass sich Kooperation und wissenschaftliche Sichtbarkeit verbessert haben.

Weitere Ziele –

Überregionalen Einfluss sichern und Kapazitäten ausbauen

Durch das überregionale Angebot, Forschung auf hohem Niveau sowie eine sehr gute Ausbildung von Fach- und Führungskräften werden in den nächsten Jahren weitere Forschungshubs entstehen, die Subsahara Afrika als Wissenschaftsstandort interessant machen, aber auch einen internationalen Austausch ermöglichen. Neben den größtenteils interdisziplinären Master- und PhD-Programmen, spielen Themen wie Management, Governance und Soft-Skills (Konfliktmanagement, Team-Building, interkulturelle Kompetenz) eine Rolle. Außerdem gibt es ein Förderprogramm um angehende Wissenschaftler regional zu fördern und so die Kapazitäten vor Ort zu festigen, um dann auch überregional einen besseren Stand zu haben.

Nach der Jubiläumskonferenz – Der Praxistest geht weiter

Im Rahmen zwei großer Förderlinien von 2008 bis 2018 sind über die Kooperationen acht Fachzentren in verschiedenen Disziplinen an unterschiedlichen Universitätsstandorten in Subsahara Afrika entstanden. Zwei weitere Exzellenzzentren wurden zuletzt etabliert, um Trainingsmöglichkeiten für junge Leute zu bieten, die von Migration betroffen sind. Zum aktuellen Zeitpunkt werden somit zehn Zentren an zwölf Universitätsstandorten insgesamt gefördert.

Beispiele – Zentren in DR Kongo und Namibia

Jedes der Zentren geht dabei auf Herausforderungen des jeweiligen Landes ein. In der Demokratischen Republik Kongo liegt der Themenschwerpunkt auf Mikrofinanzen und soll einen Beitrag dazu leisten, den schwachen Bankensektor mit innovativen Finanzierungsmodellen zu unterstützen. In Namibia arbeitet das Centre for Logistics an dem Regierungsziel, den Güterverkehr zu modernisieren und technologische Entwicklungen voranzutreiben. Für alle Themen gibt es ein Kooperationsnetzwerk mit unterschiedlichen Akteuren.

Polytechnic of Namibia als Vorreiter im Bereich neue Technologien
Polytechnic of Namibia als Vorreiter im Bereich neue Technologien

Wie gut funktioniert das Konzept der Fachzentren aber tatsächlich in der Praxis? Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Basis für gestärkte afrikanische Forschung mit den Fachzentren geschaffen worden ist. Zukünftig gilt es aber, diese Basis auszubauen. Und es bedarf mehr moderner Forschungskapazitäten, um längerfristig qualitativ hochwertige Forschung leisten zu können. Wobei hier wiederum auch nicht nur die fachliche, sondern auch die soziale und kommunikative Komponente eine Rolle spielt.

Entscheidend für viele angehende Akademiker in Subsahara Afrika ist wohl insbesondere auch die Möglichkeit, miteinander zu interagieren. Beispielhaft dafür sind drei junge Alumni aus Kenia, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo, die am Programm teilnahmen: Sie sagten, dass sie vor allem von den Netzwerken profitiert hätten. Diese regionalen Netzwerke und Perspektiven zu stärken wird von daher genauso wichtig sein, wie die Initiative als Diskussionsplattform zwischen Deutschland und verschiedenen Ländern in Subsahara Afrika zu vertiefen. (sb)

In Kürze +++ Der DAAD Ticker +++

+++ Africa Science Week – Wissenschaft stärken +++

Vom 03.-07. Dezember 2018 fand die Africa Science Week in Nairobi statt. Die Idee dahinter ist, den Stellenwert von Forschung für die Gesellschaft und ihre Entwicklung zu unterstreichen. Die Multimedia-Plattform stellt ein regionales und überregionales Forum zum thematischen Austausch da. Sie richtet sich an Forscher, Praktiker, Innovatoren, Lehrende und Entscheider. Hier sollen exzellente Forschung der Vergangenheit und Ideen für die Zukunft miteinander verknüpft werden.

Mehr Info: https://www.africascienceweek-kenya.org

 

+++ DAAD-Stiftung – Opernsängerin aus Südafrika in Mannheim +++

Die DAAD-Stiftung ist einen neuen Weg gegangen und hat erstmals eine Patenschaft für ein Stipendium übernommen. Die Südafrikanerin Ipeleng Kgatle ist angehende Opernsängerin aus dem Township Tembisa nördlich von Johannesburg. Durch das zweijährige Stipendium kann sie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim Gesang studieren. Ihr Ziel ist es als afrikanische Opensängerin weltweit auf Openbühnen auftreten zu können.

Mehr Info: https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/68537-diesen-traum-habe-ich-nicht-zu-traeumen-gewagt/

 

+++ Ausgezeichnete Initiative zu internationalem Kochen +++

Das Studierendenwerk Thüringen hat gemeinsam mit internationalen Studierenden ein Kochbuch veröffentlicht und ist dafür vom Auswärtigen Amt und dem DAAD für exzellente Betreuung ausländischer Studierender in Deutschland ausgezeichnet worden. Die Initiative des Studentenwerks will dadurch eine Willkommenskultur unterstreichen und zeigen, dass neben dem fachlichen Aspekt beim Auslandsstudium auch der soziale Aspekt eine wichtige Rolle spielt. Das Kochbuch ist Teil der Initiative „mensaInternational – so is(s)t die Welt“. In dem Kochbuch sind unter anderem auch Gerichte aus der DR Kongo und Kamerun.

Mehr Info: https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/68349-ein-kulinarisches-mittel-gegen-heimweh/

 

 

+++ Neues DAAD-Programm für Entrepreneurship +++

Mit dem Konzept einer arbeitsmarktorientierten und innovativen Universität beschäftigt sich das neue DAAD-Partnerschaftsprogramm „Entrepreneurial Universities“ (EpU). Es wurde vom 5. bis zum 9. November 2018 in Tunesien und Marokko vorgestellt. Ziel des neuen Programms ist es laut Dr. Ursula Paintner, die seit letztem Jahr das DAAD-Referat Partnerschaftsprogramme, Alumniprojekte und Hochschulmanagement in der Entwicklungszusammenarbeit leitet, Kontakte zwischen verschiedenen Universitäten, aber auch zu Firmen zu stärken und Startup Gründungen und Unternehmergeist zu fördern.

Mehr Info: https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/67389-entrepreneurial-universities-in-africa-neues-daad-programm-fuer-entrepreneurship-in-der-hochschulbildung-gestartet/

 

+++ Falling Walls Konferenz 2018 +++

Am 08. und 09. November 2018 fand erneut die Falling Walls Konferenz in Berlin statt. Dabei stand die Kommunikation innovativer Projekte im Mittelpunkt. Gleichzeitig wurde von den Veranstaltern hervorgehoben, wie wichtig eine wissenschaftliche Haltung zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen sei. Für das Format Falling Walls Lab, bei dem sich der DAAD insbesondere engagiert, wurden hundert junge Wissenschaftler nach Berlin eingeladen. Sie haben sich über Falling Walls Labs in den unterschiedlichsten Ländern qualifiziert und präsentierten in ihren dreiminütigen Vorträgen vielfältige Forschungsansätze. Ein neues Format der Konferenz ist Falling Walls Engage, das den Fokus auf innovative Formen der Wissenschaftskommunikation legt – von Citizen Science bis zur Nutzung von Techniken der Virtuellen Realität.

Mehr Info: https://www.falling-walls.com

https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/67328-falling-walls-01-wissenschaftliche-vortraege-die-begeistern/ (sb)

Do you dare try the Sülze, or Leberwurst?

Eine Perspektive auf fleischige deutsche Delikatessen

Perspektiven Sülze Pixabay jellied-meat-1095674_1920

Coming from the land of nyamchom, it goes without saying that I love meat. This, combined with the fact that I’m constantly seeking new experiences, led me to the supermarket isle of processed meat products, that I frequent quite a lot, to be honest, because I love those Bock-, Wiener-, Frankfurter- and Weißwürste! On this particular day, I wanted to try something new. Something … German?

“Sülze”, read the label on the glass container. I had found my something new. I pulled out my phone to check what its English equivalence is (thank you, Dict.cc). “aspic”, “brawn”, “galantine”, “jellied loaf”, “head cheese”, “(meat) jelly” etc. Well, I had no idea what this stuff was, and as much as the talk of jellies made me hesitant, I was determined to not judge a book by its cover, rather judge a Sülze by what it sounds like.

I should have! WHAT IS THIS WEIRD STUFF?! If you are able to get over the slimy consistency, it tastes like I imagine a thousand farts would taste like. Needless to say, I couldn’t bring myself to swallow that first bite. Into the bin went my little food experiment. I still shudder whenever I see these glass jars over my beloved sausages.

After giving myself some months to get over the traumatic experience, I went back to my try-out-something-new-escapades, and decided to expand my sausage palate by trying out the Leberwurst. While this isn’t as bad as the Sülze, it still took an effort to swallow, and I felt bad that I had wasted the wonderful piece of bread I’d spread it on.

Needless to say, these two experiences put a damper on my food explorations. But it’s not all bad. I recently tried the Blutwurst, and I really liked it. It reminded me my beloved mūtura!


Rachel
Rachel Muchira

Rachel Muchira, born and grew up in Kenya, has lived in Bremen and Berlin. She is currently doing her PhD in Leipzig. She has been an ANSA member since 2015.

Warmes Hundefutter zu Weihnachten

Eine Perspektive auf fleischige deutsche Delikatessen

Perspektiven Wurst Pixabay pork-69429_1280

Ich bin zwar keine Vegetarierin, dennoch kommt bei mir wenig Fleisch auf den Tisch. Es gibt leckere Gerichte die ohne Fleisch auskommen, daher kann ich im Alltag leicht darauf verzichten. Dennoch freue ich mich über deftiges Essen, wenn ich in meine Heimat fahre. Ich bin Pfälzerin und esse gern Pfälzer Hausmacher: Leberwurst, Blutwurst, Bratwurst, Schwartenmagen und Saumagen. Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste Mal Leberwurst & Co gegessen habe. Irgendwann integrieren es die Eltern in die Ernährung und so gab es bei uns zu Hause oft Leberwurst mit Pellkartoffeln zum Mittagessen. Mittlerweile nehme ich aus meiner Heimat hin und wieder auch eine Dose Leberwurst mit. Die schmeckt viel besser als wenn ich es im Supermarkt kaufe.

Mein Lieblingshausmacher ist aber Saumagen: Kartoffelwürfel, Karottenstücke, Zwiebeln und Maronen werden mit Fleisch vermischt und in einen leeren, gesäuberten Schweinemagen gefüllt. Dieser wird erst gekocht und dann gebraten oder gegrillt. Man kann es mit Kartoffelpüree essen, als Burger mit Brötchen oder als kalten Aufschnitt auf dem Brot. Ich mag alle Varianten! Ich bin damit aufgewachsen und es ist für mich ein Stück Heimat.

Da ein Saumagen sehr groß ist, isst man ihn gemeinsam und sitzt beim Essen gesellig zusammen. Unser ehemaliger Bundeskanzler, Helmut Kohl, war auch Pfälzer. Er lud viele ausländische Staatsgäste in die Pfalz zum Saumagen-Essen ein. Bill Clinton und Margareth Thatcher haben also auch schon Saumagen gegessen!

Einmal hat meine Mutter zu Weihnachten einen Saumagen gekauft und ihn im Ofen zubereitet. Als es dann so weit war und alle am Tisch saßen wurde er angeschnitten. Es war aber zu unserem Entsetzen kein Saumagen, sondern ein falsch deklarierter Schwartenmagen. Den darf man auf keinen Fall warm machen, denn die Schwarte wird flüssig. Und so saßen wir am Heiligabend hungrig vor Tellern gefüllt mit etwas was aussah wie warmes Hundefutter. Wir haben es dennoch gegessen und herzhaft gelacht: Warmes Hundefutter zu Weihnachten!


Anne Ihle
Anne Ihle

Anna Ihle ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Während ihres Studiums verbrachte sie mehrere Semester in Südafrika und Tansania. Aktuell lebt sie in Mainz und arbeitet in Idstein und Köln. Sie ist seit 2009 ANSA-Mitglied und verfasste diesen Artikel old-school-mäßig auf Papier.

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