ANSA_Insights_Header

Ausgabe 1.2018

Zum Lesen und Drucken im ANSA-Insights-Layout gibt es die ANSA Insights 1.2018 hier als PDF zum Download, entweder in Druckqualität (39 MB) oder in reduzierter Auflösung für den Screen (9MB). Alternativ kannst du die Texte online lesen. Einfach nach unten scrollen.

Liebe ANSAs, Liebe ANSA-Interessierte

frisch zurück vom ANSA-Mitgliedertreffen in Berlin haben wir uns endlich darangemacht, die fast fertige Insights-Ausgabe zu finalisieren und unter das ANSA-Volk zu bringen. Einen ausführlicheren Bericht zu diesem Arbeits- und Strategietreffen, geschrieben von unserem neuen Vorstandsmitglied Malte, werdet ihr in der kommenden Ausgabe lesen. Eine Sache haben wir aber (mal wieder) gelernt: Auch in digitalisierten Zeiten geht einfach nichts über persönlichen Austausch!

Alles was im Laufe der Monate ein wenig eingeschlafen oder durch Arbeit und Uni ins Hintertreffen geraten war, poppte wieder auf. Die anderen ANSAs persönlich zu sehen, war ein Motivationsschub, um alle Projekte wieder anzugehen. Und genau deshalb könnt ihr jetzt die neuen ANSA Insights in den Händen halten, bald eine tolle neue Fotoausstellung bewundern und im Herbst an einer weiteren ANSA-Konferenz, voraussichtlich rund um das Thema Social Entrepreneurship, teilnehmen.

Zentral in Berlin war auch unser Austausch mit dem DAAD. Nach DAAD-internen Reformen in den letzten Jahren gab es auch für ANSA einigen Wirbel und Herausforderungen. Wir hoffen erfolgreich vermittelt zu haben, was ANSA braucht um auch weiterhin ein Netzwerk von und für DAAD Alumni und Stipendiaten sein zu können. Vielleicht gibt es dann ja schon zur Herbst-Konferenz gute Neuigkeiten.

Bis dahin wünschen wir euch viel Spaß mit der Lektüre rund um die Aktivitäten von ANSA und den ANSAs.

Andreas und die ANSA Insights Redaktion

„Lebenslanges Lernen – Perspektiven jenseits des Hörsaals“

ANSA Konferenz 6.-8.10.2017 in Hamburg

 

Der Beginn der Konferenz war geprägt von einem Namen: „Xavier“. Der einen knappen Tag vor der Konferenz wütende Sturm und die folgenden Störungen der Deutschen Bahn hatten zur Folge, dass nicht nur einige angemeldete Teilnehmer nicht anreisen konnten, sondern auch Teile des Orga-Teams der Veranstaltung erst später bzw. gar nicht kommen konnten. Einige Teilnehmer konnten auf alternative Verkehrsmittel wie Busse oder Mitfahrgelegenheiten umsteigen, jedoch waren auch die rasch überlastet und überbucht. Andere mussten daher – teilweise nach vielen Stunden am Heimat-Bahnhof oder auf halber Strecke – unverrichteter Dinge nach Hause zurückkehren. Viele Teilnehmer kamen erst in der Nacht oder sogar einen Tag später an. Diejenigen, die es bis nach Hamburg geschafft hatten, haben umso mehr Energie investiert, um die Konferenz in der Can-Do-Attitude von ANSA erfolgreich über die Bühne zu bekommen. Die Konferenz selbst wurde somit für uns zu einem Beispiel für praktisches, lebenslanges Lernen.

Das Museum für Völkerkunde in Hamburg hinterfragt auch seine eigene Geschichte.
Das Museum für Völkerkunde in Hamburg hinterfragt auch seine eigene Geschichte.

Zum Einstieg am Freitagabend gab es – in noch kleiner Runde – eine Führung durch das Museum für Völkerkunde. Dabei wurden sowohl Problematiken und Entwicklungen in der ethnologischen Forschung diskutiert als auch im Rahmen der Sonderausstellung „Africa`s Next Top Models“ europäische und afrikanische Schönheitsideale sowie Stereotypen hinterfragt.

 

Neuer Vorstand

Samstagvormittag fand die Mitgliederversammlung von ANSA e.V. statt. Es wurden die Aktivitäten des vergangenen Jahres, wie z.B. die um neue Redaktionsmitglieder gewachsenen ANSA Insights, die Ausschreibung einer neuen Fotoausstellung oder die Bemühungen zur Neumitgliederwerbung präsentiert.

 

Konferenz_Mitgliederversammlung
In der Mitgliederversammlung wurden u.a. aktuelle Projekte vorgestellt.

Zwölf Konferenz-Teilnehmer traten vor Ort dem Verein bei. Außerdem fanden Vorstandswahlen statt. Blaise, Lea und Nadim traten nicht nochmals für den Vorstand an; der Verein bedankt sich für ihr Engagement im bisherigen Vorstand. Der neue Vorstand besteht aus den alten Mitgliedern Carla und Andreas sowie Janna, Esebio und Malte.

4 von 5 Vorstandsmitgliedern: Andreas, Esebio, Janna & Malte. Carla wurde in Abwesenheit wiedergewählt.
4 von 5 Vorstandsmitgliedern: Andreas, Esebio, Janna & Malte. Carla wurde in Abwesenheit wiedergewählt.

 

Skype beats Xavier

Die Eröffnung der inhaltlichen Konferenz hing zeitweise am seidenen Faden, da die Keynote Speakerin aufgrund des Sturmes nicht rechtzeitig anreisen konnte. Eine kurzfristig organisierte Video-Schaltung sorgte dafür, dass die Keynote von Elisabeth Kaneza zum Thema „Generation Y: Transforming post-colonial relations through equitable networks“ digital gehalten werden konnte. Eine zentrale Frage in der Präsentation und der folgenden Diskussion war die Problematik der Verteilung von Lehrer- und Schüler-Rollen zwischen Europäern und Afrikanern. Elisabeth Kaneza, geboren in Ruanda und größtenteils aufgewachsen in Deutschland, berichtete u.a. wie ihr bei einem ersten Aufenthalt als Erwachsene in Ruanda mit circa 20 Jahren, aufgrund der ihr zugeschriebenen Rolle als „Mzungu“ auch die Rolle einer Lehrenden zugeschrieben wurde, wenngleich sie selbst eher in einer Phase des Lernens war.

Suchbild. Die Keynote Speakerin Elisabeth Kaneza finden Sie wetterbedingt auf dem Screen.
Suchbild. Die Keynote Speakerin Elisabeth Kaneza finden Sie wetterbedingt auf dem Screen.

 

Vom Freiwilligendienst bis zum Spielautomaten

Es folgten Beiträge der Teilnehmer. Ziel dieser Beiträge ist es, die Vielfalt der Forschung und Projekte von Deutschen in Afrika und Afrikanern in Deutschland zu zeigen. Babett Rampke knüpfte inhaltlich an die Keynote an und präsentierte zu “Jugendfreiwilligendienste in Afrika – Gelebtes Globales Lernen & Internationaler Austausch vs. Post- / Neokolonialismus”. Lea Gleixner hielt einen Inspirational Talk unter der Headline “The Top 10 Things I Learnt Abroad”. Asabeneh Alemayehu reflektierte “Challenges and Opportunities of Bamboo Development in Ethiopia”. Ann-Christin Hayk (siehe Teilnehmerbeitrag auf den folgenden Seiten) problematisierte den Einfluss von Glücksspiel auf ländliche Gegenden unter dem Titel “Hauptpreis Kosmopolitismus? Chinesische Spielautomaten in der ghanaischen Peripherie.”

ANSA puts the Team into Team Cooking
ANSA puts the Team into Team Cooking

Abgeschlossen wurde der Samstag durch das ANSA Team Cooking. Das gemeinsame Kochen ermöglicht nicht nur ein günstiges, aber dennoch üppiges Abendessen, sondern fördert vor allem Team Building und Networking.

Man nehme: Viel Schokolade, mehr Zucker und noch mehr Butter.
Man nehme: Viel Schokolade, mehr Zucker und noch mehr Butter.

 

Learning Cities

Der Sonntag der Konferenz wurde durch die Keynote von Daniele Vieira (UNESCO Institute for Lifelong Learning, persönlich anwesend) eröffnet. Sie stellte das UNESCO Global Network of Learning Cities vor, dem u.a. zahlreiche afrikanische Städte angehören. In einem eigenen Award werden Städte hervorgehoben, die eine besonders starke positive Entwicklung nachweisen konnten. Preisträger waren 2017 u.a. Mayo-Baléo (Kamerun) und N’Zérékoré (Guinea). Daniele Viera betonte, dass es dabei nicht um die Bewertung eines Status Quo geht, da dieses häufig Städte in Industrie-Nationen bevorzugen würde, sondern um die Veränderung, die positive Entwicklung.

Persönlich vorgetragen: Keynote von Daniele Vieria zu Learning Cities
Persönlich vorgetragen: Keynote von Daniele Vieria zu Learning Cities

 

Von Mensch und Natur

Es folgten Teilnehmer-Beiträge. Moritz Köster, aufgrund des Sturmes wiederum digital zugeschaltet, präsentierte Forschung zu “The cultural roots of human cognition: Cognitive development in rural Cameroon and urban Germany”, welche intensiv diskutiert wurde, auch durch die anwesenden Teilnehmer und ANSA-Mitglieder aus Kamerun. Gleichzeitig präsentierten – persönlich anwesend – Sebastian Linnarz “A Study about the Ecology of Nigeria-Careroom Chimpanzees and Cross-River Gorillas in Southwest Cameroon” und Freddy Noma “Research & Development Startup: an innovative approach for using ICTs in agriculture”.

ANSA_2017_HH_Group_1

Dank zahlreicher Freiwilliger unter den Teilnehmern ist die Konferenz trotz Sturm-Auswirkungen sehr erfolgreich verlaufen. Erstmals wurde sogar für einige Präsentationen ein Facebook-Life-Stream eingerichtet, der es Teilnehmern, die nicht vor Orten waren, ermöglichte den Sprechern zu folgen und sogar per Kommentarfunktion Fragen zu stellen. Der Vorstand und das Konferenz-Orga-Team möchten daher an dieser Stelle nochmals den großen Einsatz hervorheben, den die ANSA-Mitglieder allesamt ehrenamtlich im Vorfeld und während der Konferenz erbracht haben. (ar)

First Prize Cosmopolitanism? - Mein Vortrag zu chinesischen Spielautomaten in der Peripherie Ghanas

Teilnehmer-Beitrag zur ANSA-Konferenz 2017

von Ann-Christin Hayk

 

Im November 2016 postete ein Freund aus Axim/Ghana bei Facebook Bilder automatisierter Spielautomaten in einigen ländlichen Dörfern des Nzema Distrikts und kritisierte die chinesischen Eigentümer der Automaten. Als Geographin dachte ich sofort: Das Phänomen hat unzählige Perspektiven und jede einzelne ist eine wissenschaftliche Betrachtung wert. Im Gespräch mit anderen Sozialwissenschaftlern und mit dem ghanaischen Freund vor Ort erwies sich eine bestimmte Frage als hervorragende Möglichkeit, die wissenschaftliche Debatte um den Blickwinkel des globalen Südens zu erweitern. Nämlich die nach dem Einfluss, den diese Spielautomaten auf das Selbstverständnis der Dorfbewohner in Zeiten der Globalisierung, welche die Automaten erst zu ihnen brachte, haben.

Nutzen & Risiko

So machten wir uns im Frühjahr 2017 auf abenteuerliche Wege in die abgelegenen ghanaischen Dörfer, um Antworten auf unsere Frage zu finden. Zahlreiche Bewohner der Nzema Dörfer aus unterschiedlichsten Alterskohorten und mit verschiedensten sozioökonomischen Hintergründen begrüßten uns herzlich und waren bereit, alle unsere Fragen offen zu beantworten. Die Ergebnisse der explorativen Erhebungen zeigen, dass insbesondere die jüngeren Dorfbewohner, welche die Spielautomaten regelmäßig nutzen, einen tieferen Nutzen im Glücksspiel an den Automaten sehen. Sie fühlen sich verbunden mit den chinesischen Eigentümern, die ihnen die Möglichkeit eröffnen, fremde kulturelle Praktiken zu erleben und ebenso mit anderen Spielern, die zur gleichen Zeit das gleiche Spiel nur an einem anderen Ort spielen. So nähern sie sich einem alltäglichen Kosmopolitismus an und die Grenzen zwischen Stadt und Land und globalem Süden und globalem Norden verschwimmen. Dennoch ist die Kritik insbesondere unter den älteren Dorfbewohnern groß, denn Glücksspiel bleibt Glücksspiel und birgt viele sozioökonomische Risiken.

Umstritten: Chinesische Spielautomaten in ghanaischen Dörfern
Umstritten: Chinesische Spielautomaten in ghanaischen Dörfern

Die Reaktionen auf meine Präsentation bei der ANSA Konferenz 2017 in Hamburg haben mir gezeigt, dass ich mit meiner Feldstudie zu einer kritischen Reflexion von Globalisierungsprozessen, die die Verbreitung kultureller Praktiken mit sich bringen, anregen konnte. In Zeiten, in denen Globalisierung häufig als etwas Alltägliches hingenommen und unreflektiert akzeptiert wird, so wie auch die Spielautomaten in den Nzema Dörfern, ist eine solche kritische Auseinandersetzung damit sehr wichtig – im globalen Süden ebenso wie im globalen Norden.


Portrait_Ann-Christin_HaykAnn-Christin wurde in Deutschland geboren und ist dort aufgewachsen. Sie hat u.a. Geographien der Globalisierung in Frankfurt am Main studiert und in Ghana und Finnland gearbeitet und lebt aktuell in Trier. Sie arbeitet derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Universität Trier und beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit Governance- und Aushandlungsmechanismen im Kontext von CSR Initiativen internationaler Ölkonzerne in Ghana. Sie ist seit 2017 ANSA-Mitglied.

 

 

An innovative approach for using ICTs in agriculture

Teilnehmer-Beitrag zur ANSA-Konferenz 2017

von Freddy Noma

 

NCorp Research & Development (NCorp R&D) startup has developed an innovative approach that relies on two complementary methods: i) the involvement of Farmers Associations as the e-farming platform Advisory Unit; ii) the joint effects of three systems: e-credit, e-production management and e-market, which are components of the platform. For instance, to a single farmer, services aforementioned will be provided through his association Advisory Unit. This allows covering each speculations entire value chain and to provide specific and accurate advice and information to users.

Besides supporting access to credit, farming and marketing decisions, the platform is a learning technology designed to enhance rural communities’ livelihoods by focusing on agriculture. Accordingly, the ANSA Conference 2017 theme was the appropriate audience to expect relevant feedback regarding “lifelong learning tools and processes in real life settings”.

The audience was very interested in my presentation; many questions and propositions have been made, contacts have been exchanged. After the conference, I have received a lot of useful information about startups’ funding opportunities, management coaching, etc. As a matter of fact, NCorp R&D team now is preparing to apply for Social Impact Lab application call.

 


Portrait_Freddy_NomaFreddy Noma was born in Benin. He studied Rural Economy and Sociology at the Université de Parakou in Benin and got his Ph.D. in Agricultural Economics and Rural Development at the University of Gießen, Germany. Currently he lives in Gießen and works as a freelance consultant and is CEO of NCorp R&D. He has joined the ANSA family in 2017.

Kognitive Entwicklung im ländlichen Kamerun und städtischen Deutschland

Teilnehmer-Beitrag zur ANSA-Konferenz 2017

von Moritz Köster Im Rahmen eines DAAD Auslandsstipendiums reiste ich Anfang 2017 ins ländliche Kamerun , um dort zu erforschen, wie Kinder im Vorschulalter  durch Beobachtung neue Handlungen lernen, wie sie Szenen beobachten und welche kreativen Ideen sie haben, wenn man sie nach der Verwendung einfacher Gegenstände fragt. Ziel war es, die Daten aus Kamerun mit weiteren Daten aus dem städtischen Japan und dem städtischen Deutschland zu vergleichen. Persönlich und auch als Wissenschaftler war diese Zeit eine faszinierende und einzigartige Erfahrung. Einerseits war ich überwältigt von dem fantastischen Land und den wunderbaren Leuten, andererseits wurde mir als kulturvergleichender Entwicklungspsychologe noch einmal ganz deutlich, wie unterschiedlich die Erfahrungswelten kamerunischer Kinder von denen deutscher und japanischer Kinder entfernt sind: Früh morgens wecken einen die Hühner, oder die Mutter, die schon zur Frühstückszeit Haushaltsaufgaben verteilt. Auch wenn die Schule hier ein wichtiger Lernkontext ist, so bleibt es für die Menschen vor Ort doch wichtiger, dass zur Erntezeit alle auf dem Feld mit anpacken und die Ernte gut ist oder dass es genügend regnet, damit es fließendes Wasser gibt. Ja, die kognitive Entwicklung verläuft anders in den drei verschiedenen Kulturen – auch wenn dieses Ergebnis nicht nur das Resultat unserer ausgeklügelten Fragestellungen war, sondern teilweise auch dadurch zutage kam, dass wir mit den von uns entwickelten Aufgaben total daneben lagen und diese nicht viel mit den Erfahrungen der Kinder vor Ort gemeinsam hatten.

 


Portrait_Moritz_KoesterMoritz ist in Deutschland geboren und hat Cognitive Science & Psychologie an der Universität Osnabrück studiert und in Psychologie an der Universität Münster promoviert. Aktuell arbeitet er als Post Doc an der Freien Universität Berlin. Er ist seit kurzem ANSA-Mitglied.

Mein erstes Mal

Eindrücke der Konferenz von einem ANSA-Neuling

Vom 6. bis zum 8. Oktober 2018 konnte ich zum ersten Mal nach zwei erfolglosen Versuchen an meiner ersten ANSA-Konferenz in der „schönsten deutschen Stadt“ Hamburg teilnehmen. Angekommen bin ich wegen des Sturmtiefs „Xavier“, das den öffentlichen Verkehr in Deutschland teilweise lahmgelehnt hatte, erst nach Anfang der ersten Aktivität. Ich konnte mich der Gruppe am Volkskundemuseum anschließen. Im Hostel Generator am Hauptbahnhof traf ich meine ersten netten und offenen Zimmernachbarn, die mich einen Eindruck über ANSA-Veranstaltungen gewinnen ließen. Natürlich hat die übliche Diskussion über die Entwicklungslage und die politische Lage der jeweiligen afrikanischen Länder nicht gefehlt. Sie hat sich sogar am Tag darauf  sich fortgesetzt und konnte mir Informationen aus erster Hand über die Lage im englischsprachigen Teil Kameruns verschaffen.

Am 7. Oktober lernte ich viele Leute während des gemeinsamen Frühstücks kennen und gewann erste Eindrücke über die tolle Stimmung, auch wenn viele Teilnehmer wegen „Xavier“ nicht haben einreisen können. Das anschließende informative und organisatorische Teil des Programms am Afrika-Asien-Institut der Universität Hamburg verschaffte mir einen Überblick über ANSA, sein Funktionieren, seine Funktion und seine Ziele. Tolle Vorträge haben uns ins Thema „Lebenslanges Lernen – lifelong learning“ geführt, wo man verschiedenen Erfahrungen in Afrika, Projekte in oder für Afrika anhören konnte. Leider konnte man nicht an allen Vorträgen teilnehmen, da sie alle zur selben Zeit stattgefunden haben. Am Abend konnten ich und Fabien als DJ während der Team Cooking die ganze Menge mit guter Musik unterhalten.

Neben den tollen Vorträgen und all den Aktivitäten war die Konferenz auch der Schauplatz, wo man sich Kontakte anknüpfen konnte. Teilnehmer waren Afrikaner, die gerade hier in Deutschland studieren oder studiert haben, oder Deutsche, die irgendwann in Afrika studiert haben. Dazu gab es in der Mittagspause afrikanisches Essen, worüber ich mich gefreut habe. Ich hatte sogar der Köchin versprochen, irgendwann ein Praktikum bei ihr zu machen. Das mache ich bestimmt irgendwann.

Insgesamt war die diesjährige Konferenz trotz schwierigen Transportmöglichkeiten eine gelungene Veranstaltung. Ich danke dem ganzen Team und freue mich auf die nächsten Veranstaltungen.

 

Albert Konan


Albert Photo_2Yao Albert Konan wurde in der Elfenbeinküste geboren und ist dort aufgewachsen. Er hat Germanistik an der Universität Felix Houphouet-Boigny Abidjan Cocody studiert und einige Monate am Goethe-Institut seines Landes gearbeitet. Zuvor hat er Deutschkurse in zwei ivorischen Privatschulen gegeben. Er lebt aktuell in Hanau und ist Doktorand in Germanistik an der Goethe-Universität Frankfurt. Er ist seit 2017 ANSA-Mitglied.

Wie hängen Klimawandel und Ernährung zusammen? CLIFOOD sucht nach Antworten

Neues vom DAAD

Das deutsch-äthiopische Graduiertenkolleg Climate Change Effects on Food Security (CLIFOOD) untersucht, wie Klimawandel und Nahrungsmittelsicherheit einander bedingen. Hierbei spielen viele Faktoren eine Rolle: Nahrungsmittelproduktion, Zugang zu Märkten und Einkommen im landwirtschaftlichen Bereich. Klimawandel wird dadurch zur Herausforderung für Regionen unter anderem in Ostafrika. Ziel ist deshalb in einem weiteren Schritt die Suche nach nachhaltigen Strukturen, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Das Forschungsprojekt bezieht sich aus diesem Grund auf das erste Ziel der Sustainable Development Goals (SDGs), Hunger und Armut global zu reduzieren, um Würde, Gleichheit und Gesundheit weltweit zu erreichen, sowie das zweite Ziel, die Umwelt zu schützen über bilaterale institutionelle Partnerschaften im wissenschaftlichen Bereich und Graduate Schools in Staaten der südlichen Hemisphäre zu stärken.

Forschung im Rahmen deutsch-äthiopischer Zusammenarbeit  – Wie alles begann

Wissenschaftler der Universitäten Hohenheim und Awassa im Süden Äthiopiens haben das Projekt 2016 gestartet, das bis 2020 läuft und momentan intensiviert wird. Das Programm findet in Kooperation mit dem DAAD statt und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert. Ausgangspunkt für die Forschung war die Tatsache, dass Äthiopien mit seinen kontinuierlichen ökonomischen Wachstumsraten lange als afrikanischer Hoffnungsträger galt. Die starke Klimavariabilität bedroht gegenwärtig allerdings den Aufschwung. Hierzu gehört, dass viele Regionen häufig von extremer Dürre betroffen sind. Dies hing beispielsweise 2015 mit den Effekten des Sturms El Niño zusammen, der extreme Wetterlagen verursachte. Gleichzeitig bildet die Landwirtschaft nachwievor einen starken Anker in der äthiopischen Ökonomie. In diesem Zusammenhang hat eine Suche nach nationalen, wie internationalen Lösungen begonnen. Die Food and Agricultural Organization der Vereinten Nationen (FAO) hat drei Prioritäten ausgemacht: 1. landwirtschaftliche Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, inklusive Getreide- und Nutztierproduktivität; 2. nachhaltige natürliche Ressourcen-Entwicklung und -Management mit integrierten Wassersystemen; 3. Strukturelle Veränderungen in kommunalen Institutionen und Unterstützung von Kleinbauern ihre Landwirtschaft den Veränderungen anzupassen, um besser auf Klimaschwankungen reagieren zu können und eine stärkere Nahrungsmittelsicherheit zu erreichen.

Frauen an Wasserstelle
Lebensmittelsicherheit wird zur alltäglichen Frage

Bisherige Erkenntnisse und weitere Entwicklungen

Die Geschäftsführerin des Food Security Center der Universität Hohenheim, Dr. Jenny Kopsch-Xhema, verweist auf verschiedene Ansätze, um: „Anpassungsstrategien für die Landwirtschaft zu entwickeln, im Mittelpunkt stehen dabei die Tier- und Pflanzenwelt, wie sollen Felder bewirtschaftet werden, damit sie unter veränderten Klimabedingungen auch noch in Zukunft ertragsfähig sind. Oder auch die Frage, wie können die Nutztiere erhalten werden unter schwierigen Bedingungen, wie großer Dürre.“ Jede Frage so zeigt sich, bringt eine weitere Frage mit sich. CLIFOOD-Koordinator an der Universität Awassa Dr. Sintayehu Yigrem verweist zudem auf einen wichtigen Aspekt: „Insbesondere den Nutztierhaltern entzieht sich die Lebensgrundlage“. Das macht dringendes praktisches Handeln erforderlich.

Dabei zeigt sich, dass insbesondere interdisziplinäre Zusammenarbeit gefragt ist, angefangen von sozialwissenschaftlichen über geographische bis zu naturwissenschaftlichen Themen. Der Austausch im Graduiertenkolleg findet auf unterschiedliche Art und Weise, wie Konferenzen und Summer Schools statt. Weiterführende Workshops zum Thema Projektmanagement oder auch Projektanträge vertiefen den Austausch. Ergänzend wird daran gearbeitet E-Learning-Kurse, sowie Vorlesungen und sonstige Lernmaterialien online anzubieten. Das Graduiertenkolleg gilt als Leuchtturmprojekt für Ostafrika. Aus diesem Grund interessieren sich Politik und Nichtregierungsorganisationen dafür.

 

Das Forschungsprojekt im Vergleich zu anderen Regionen

Lassen sich die Ergebnisse nun auf einen ganzen Kontinent mit sehr verschiedenen Strukturen übertragen? Wie sieht es in anderen Weltregionen aus? Die Antwort lautet eindeutig „Jein“. Natürlich gibt es generelle Aspekte der Klimavariabilität wie Dürre, die an verschiedenen Orten auftreten, jedoch sind der regionale Kontext und die Bedingungen immer verschieden. Das Mikroklima, Pflanzensorten und Tiere unterscheiden sich. In Liberia geht es vor allem um rechtliche Standards in der Landwirtschaft in den Bereichen Produktivität und Diversifizierung, nachhaltiges Ressourcenmanagement in Hinsicht auf Wald, Land und Wasser; sowie die Stärkung institutioneller Strukturen im öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Sektor. In Südafrika wiederum stehen Nahrungsmittelsicherheit, nachhaltiges Management und Nutzung natürlicher Ressourcen sowie eine erhöhte landwirtschaftliche Produktion im Vordergrund. Es zeigt sich aber auch weltweit, dass das Thema Klimavariabilität und seine Folgen immer mehr an Aufmerksamkeit gewinnt. Der 16. Oktober ist der alljährliche World Food Day der Food and Agricultural Organization der Vereinten Nationen (FAO), der 2017 den Slogan trug „Change the future of migration. Invest in food security and rural development.“  Das Teilen von Forschungserkenntnissen, der globale Austausch unter Forschern und ihre Vernetzung sind wichtige Schritte in der Analyse von Zusammenhängen und regionalen Lösungsoptionen. (sb)

In Kürze +++ Der DAAD Ticker+++

+++ Graduiertenkolleg zu „Gemeinsames Wissen für die Städte von morgen“ +++

Zu den Projekten der deutsch-südafrikanischen Kooperation gehört wie Taxi- und Bussysteme in Johannesburg zusammenarbeiten könnten, um das Transportwesen nachhaltiger zu gestalten. Eine andere Teilnehmerin untersucht, ob die Rückbesinnung auf afrikanische Traditionen dazu beitragen kann, dass der Frauenanteil bei Jobs im Stadtentwicklungsbereich wächst. Alle Teilnehmer nehmen im Lauf des Programms an Workshops und Summer Schools teil, die teils an der Technischen Universität Berlin (TUB) und an der University of Witwatersrand (Wits) stattfinden. 2019 wird zudem das neue Masterprogramm „Urban Management“ an der südafrikanischen Universität starten.

Link: https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/57121-sdg-graduiertenkollegs-gemeinsames-wissen-fuer-die-staedte-von-morgen/

+++ Fachhochschulen in Kenia im Fokus der Bildungspolitik und des DAAD +++

Der DAAD sieht in der Aufwertung von technischen Kollegs in Kenia interessante Kooperationsperspektiven. Zudem unterstützt er den Plan der kenianischen Regierung mit dem Know-how deutscher Fachhochschulen eine deutsch-ostafrikanische „University of Applied Sciences“ in Kenia aufzubauen. Dies bedingt aber weitere Ressourcen im Bereich berufliche Bildung. Eine arbeitsmarktgängige und praxisnahe Ausbildung erfordert qualifizierte und motivierte Lehrende, moderne technische Ausstattung und gut gemanagte Institutionen.

Link: https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/58208-kenia-01-von-risiken-und-nebenwirkungen-der-modernisierung/

+++ Dialogue on Innovative Higher Education Strategies (DIES) neu angelegte Programmlinie „Gender“ +++

Startpunkt für hierfür sind Ergebnisse eines Expertinnen-Workshops und einer im Auftrag des DAAD verfassten Studie des Fraunhofer-Zentrums für Internationales Management und Wissensökonomie (Fraunhofer IMW). Professor Christine Dranzoa, Vice-Chancellor und Mitbegründerin der Muni University in Uganda, hielt dazu eine Präsentation auf einer „Female Leadership Conference“ in Bonn im Juli 2017. Thema waren die politischen Strukturen, finanziellen Herausforderungen und traditionellen Geschlechterrollen, die viele junge Frauen davon abhalten, ihren Bildungsweg weiter zu gehen. Alle Teilnehmerinnen hoben als zentrale Aspekte institutionelle Reformen, Mentoring-Programme, Führungskräftetrainings, Auslandsaufenthalte und Möglichkeiten zum Netzwerken hervor.

Link: https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/56467-konferenz-zur-geschlechtergerechtigkeit-nicht-die-frauen-aendern-sondern-das-system/

+++ Diskussion über Forschungskulturen an der Universität Duisburg-Essen +++

Im Juni 2017 trafen sich 365 internationale DAAD-Stipendiaten im Ruhrgebiet, um sich über Entwicklungen und Einflüsse von 500 Jahren Reformation auf Sprache, Kunst, Kultur und Gesellschaft auszutauschen. Es ging um Themen, wie Vernunft und Emotion, international unterschiedliche Forschungskulturen und Herangehensweisen. Ein Stipendiat aus Kenia bekräftigte dies in seiner Präsentation. Insgesamt ging es darum, diese Forschungskulturen zu verstehen. Tenor: Jeder, der seine Heimat verlässt und international Erfahrungen sammelt und andere daran teilhaben lässt, trägt zur globalen Verständigung bei.

Link: https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/55410-vernunft-und-leidenschaft-stipendiatentreffen-zum-reformationsjubilaeum/

+++ Ehemaliger DAAD-Stipendiat leitet Mbeya Medical Research Center (MMRC) +++

Dr. Nyanda Elias Ntinginya ist nun geschäftsführender Direktor des Mbeya Medical Research Center in Tansania. Ein wichtiges Ziel des Forschungszentrums ist es, Untersuchungen zu Infektionskrankheiten fortzuführen. Das MMRC wird dabei vom National Institute for Medical Research (NIMR) unterstützt. Die Analysen könnten Menschen nicht nur in Tansania, sondern international zugutekommen. Capacity Building ist ein weiterer Aspekt der zählt, deswegen wird die Infrastruktur des Zentrums und die regionale Personalentwicklung ausgebaut. (sb)

Link: https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/58852-ich-wollte-dort-sein-wo-die-antworten-auf-krankheiten-gefunden-werden/

Looking at the smallest things: Cluster Physics

Mitgliederforschung

 

When examining small structures, one needs a microscope. That’s how we all learned it: It only takes an elaborate arrangement of glass lenses to magnify a small beetle or a string of hair. But such an optical microscope has its limits: Generally, the resolution limit of a microscope is set by the wavelength of the light that is used. So if we want to look at structures as small as a molecule or an atom, we need light with a smaller wavelength (i.e. higher energy) than the visible light – for example X-ray radiation.

 

For that purpose, so-called “Free-Electron Lasers” (FELs) have been developed. They provide very bright and energetic light in the X-ray regime. This light’s wavelength is small enough so that it’s possible to resolve structures at the atomic scale. These sophisticated FELs take us one step closer to the future vision of the “molecular movie”: One day, researchers would like to be able to shoot a direct movie of a molecular sample, for example an evolving protein structure or a virus.

 

A deathly portrait

But to get to that goal, there is one big obstacle: Those high energies that are needed to get a picture of the sample in the first place also destroy it in the process. While imaging the sample, we can’t avoid tearing it apart. That’s why it is crucial to get a clear understanding of what happens when the X-ray pulse hits the matter that we want to examine.

 

This is where our research comes into play. We investigate the interaction between intense X-ray pulses and matter. Clusters of rare gas atoms such as argon and xenon serve as model systems for samples of sizes in the nanometre regime (0.0000000001 m). With so-called “pump-probe” experiments, we keep getting a better understanding of the dynamics that are induced in the sample.

Katharina Kolatzki (left) and her supervisor Daniela Rupp (right) conducting an Experiment (photo credit: Björn Senfftleben)
Katharina Kolatzki (left) and her supervisor Daniela Rupp (right) conducting an Experiment (photo credit: Björn Senfftleben)

 

Physicists: communicative and creative

To conduct the experiments, we usually travel to one of the few FELs in the world for some weeks every year. But the biggest chunk of work starts afterwards: Terabytes of collected data need to be organized, analysed, discussed, and interpreted. No-one can do all this alone: So, in contrast to the common stereotype of physicists, we need to be very communicative and creative. It’s a versatile work that I’ve really come to love. And hopefully, one day, my colleagues and I will have played a little part in the creation of the first real movie of a molecule!

 


Katharina_KKatharina Kolatzki wurde in Deutschland geboren und ist u.a. bei Bremen und in Braunschweig aufgewachsen. Sie hat Physik in Berlin studiert und während ihres Bachelors zwei Semester in Kenia verbracht. Aktuell lebt sie wieder in Berlin und schließt ihr Masterstudium in Experimentalphysik ab. Sie ist seit 2016 ANSA-Mitglied.

Experiences with hospitality in Germany and Cameroon

Eine Perspektive auf Gastfreundschaft
Ich verstehe unter Gastfreundschaft, dass man eingeladen wird, sei es zum Essen, Trinken, oder Übernachten. Dazu gehört für mich, dass man herzlich aufgenommen und gut behandelt wird. Außerdem zählt für mich, dass einem Freundlichkeit und Respekt entgegengebracht wird.
Ich habe Gastfreundschaft in Kamerun so erlebt, dass ich sehr warmherzig von den Kamerunern aufgenommen worden bin. So durfte ich beispielsweise ein Jahr gratis bei meinem kamerunischen Arbeitskollegen wohnen, obwohl er mich vorher nicht kannte. Darüber hinaus kochte und bewirtschaftete er mich kontinuierlich, obwohl ich dies nicht annehmen wollte. Aber er meinte, als Gast in seinem Land würde er das gerne tun. Darüber hinaus wurde ich oft von Kollegen oder Bekannten in Kamerun zum Essen eingeladen. Mit Freude wurden mir traditionelle kamerunische Gerichte wie Eru, Fofu oder Equang vorgestellt.
Allan preparing Eru
Allan preparing Eru
Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, dass in Kamerun Fremde viel offenherziger empfangen werden als in Deutschland. In Kamerun war es den Leuten eine Freude und Ehre, mich als Gast in ihrer Wohnung oder Haus zu haben. In Deutschland sind die Menschen deutlich zurückhaltender, auch egoistischer was das Unterbringen von Gästen über einen längeren Zeitraum angeht. Was Gastfreundschaft anbetrifft, gibt es seitens der Kameruner wenig zu verbessern. Ihre Gastfreundschaft ist schon außerordentlich gut. Einzig negativ sind die korrupten Sicherheitsleute (Polizei, Militär, Gendarmerie), die ständig versuchen einem Geld aus der Tasche zu ziehen. Dies sollte sich ändern.
In Deutschland könnte man die Gastfreundschaft vor allem dadurch stärken, dass die Menschen hier den Kamerunern mit weniger Vorurteilen gegenübertreten. Man sollte Kameruner genauso gut behandeln, wie diese es mit uns in ihrem Land machen. Man sollte sie nach Deutschland einladen, damit sie ein Visum bekommen und die Möglichkeit haben sich Deutschland anzuschauen, unsere Kultur kennenzulernen oder hier zu studieren.
Sebastian Linnarz

Foto_Sebastian LinnarzSebastian Linnarz promovierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn am Institut für Zoologie zum Thema „Ecology and behavior of Pan troglodytes ellioti and Gorilla gorilla diehli“. Er war für ein Jahr vom DAAD gefördert zur Forschung in Kamerun.

Experiences with hospitality in Germany and Cameroon

Eine Perspektive auf Gastfreundschaft
Hospitality in a general parlance refers to how we reach out and treat other people, mostly strangers. The apparent cultural and social customs of Germans globally have been portrayed as being strong, unfriendly, rude amongst others. With this conception, I wondered how I will be able to make friends in Germany. I kept asking myself questions like: will they be friendly or welcoming; will there be a disadvantage for me due to a language barrier; and what about experiencing cultural shock? Questions all based on my psychology and the stereotype presented towards Germans. These preconceptions, initially, seemed to be confirmed by the frankness in conversations and the German cultural heritage characterized by punctuality as well as the strong appearance they pose.
However, the attitude towards strangers in Germany, I believe may depend on the areas, and to some extent the ethnicity and nationality of the specific foreigner in question. Living in Germany for two years now and still counting, Germans, I will say are: tolerant; well behaved; helpful and humble. Interestingly, when you succeed to break through to Germans and make friends, they truly make friends and would go extra miles for that. Personally, I have come across some really interesting Germans within my working group, through social gatherings and events as well as also, really lovely people of different ages on the streets. If you are interested in knowing Germans: their style/culture, ask a German who, mostly may be very frank about their feelings which, foreigners often mistake for rudeness.
To conclude, I would like to say that it might not be the same experience for you, as what is said herein is based on my personal experience living in Germany. As can be observed anywhere else, you will also find people with varying degree of Xenophobes or racists behaviour against foreigners.
Conrad Simoben, Veranso

btyConrad Simoben, Veranso obtained his BSc and MSc in Chemistry from the University of Buea in Cameroon. He latter obtained a full PhD scholarship from the DAAD foundation. Since 2016, he has been working as a doctoral fellow in the research group of Wolfgang Sippl at the Martin-Luther University, Halle-Wittenberg.


Impressum

ANSA e.V. (Alumni Netzwerk Subsahara Afrika), Neue Krugalle 212, 12437 Berlin. E-Mail: post@ansa-ev.org

Vorstand: Andreas Rothe (Vorsitzender), Carla Dietzel (stv. Vorsitzende), Esebio Abalo, Janna Miletzi, Malte Jahnke.

Fotos: ANSA e. V. (S.1-5, S.8-9); Pixabay (S.6.). Layout: Kevin Eder

Newsletter-Redaktion: Andreas Rothe (ar), Simone Beetz (sb), Carla Dietzel (cd), Anne-Maria Illés (ai), James Wamai Mwangi (jw), Katharina Kolatzki (kk), Lea Gleixner (lg), Martina Osterndorff (mo), Nicholas Ajwang‘ (na)