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Ausgabe 2.2018

Zum Lesen und Drucken im ANSA-Insights-Layout gibt es die ANSA Insights 2.2018 hier als PDF zum Download, entweder in Druckqualität (58 MB) oder in reduzierter Auflösung für den Screen (3 MB). Alternativ kannst du die Texte online lesen. Einfach nach unten scrollen.

Liebe ANSAs, Liebe ANSA-Interessierte,

wenn alles nach Plan läuft, dann haltet ihr diese Ausgabe der ANSA Insights rechtzeitig zur diesjährigen Konferenz in Halle (Saale) in den Händen. Kurzfristig sind wir ins Straucheln gekommen, da wir eine neue Person für das Layouten und Setzen eures Lieblingsmagazins aus dem ANSA-Hause finden mussten. Daher an dieser Stelle vielen Dank an Ken, der so kurzfristig eingesprungen ist!

Unser Ressort Perspektiven mussten wir in dieser Ausgabe leider auslassen, da wir nicht rechtzeitig eine Paarung finden konnten, bei denen beide Personen auch Zeit hatten für uns zu schreiben. In dieser Kategorie bieten wir euch üblicherweise zwei Perspektiven auf ein kulturelles Phänomen (z.B. Feste, Speisen oder Alltagssituationen). Ein Text wird geschrieben von einer Person, die es quasi von Geburt an kennt und einer von einer zweiten Person, die es erst später bei einem Auslandsaufenthalt kennen gelernt hat. Schreibt uns doch an post @ ansa-ev.org und lasst uns wissen, ob wir diese Beitragsreihe fortsetzen sollen. Gerne könnt ihr uns auch Vorschläge für Themen und konkrete Personen für die „Paarung“ vorschlagen.

Derweil wünschen wir euch viel Spaß mit der Lektüre rund um das was unser Verein und seine Mitglieder so treiben.

Andreas und die ANSA Insights Redaktion

Quo vadis ANSA? Mitgliedertreffen 2018 in Berlin

Immer im Frühjahr treffen wir ANSAs uns in Berlin, um den ANSA-Spirit zu erhalten und in die Zukunft zu blicken. Auch diesmal verließen wir das Strategietreffen mit neuer Kraft und frischen Ideen für die Zukunft von ANSA!

Das Wochenende fand nach einem Location-Wechsel im letzten Jahr wieder in der Werkstatt der Kulturen statt.  Auch dieses Jahr war das Strategietreffen zu gleichen Teilen Kulturprogramm, Networking-Plattform und Planungsworkshop – denn die weitere Entwicklung von ANSA hängt letztlich vom Engagement von uns Mitgliedern ab!

Führung an der Berliner Mauer und kulinarische Highlights

Berlin-Besuch ohne Mauerführung? No way! Interessierte ANSAs konnten am Freitag an einem geführten Mauerbesuch teilnehmen – an Engagement mangelte es der Tourführerin zum Glück nicht und es konnte viel Interessantes gelernt werden! Da der Frühling in Berlin noch auf sich warten ließ, freuten sich jedoch viele ANSAs auf heißen Tee und dampfendes Essen – und sie wurden nicht enttäuscht. Im Restaurant Baraka konnten wir mit den Händen und auf dem Boden sitzend traditionelle marokkanische Speisen verkosten, und das Wochenende kulinarisch einleiten. Auch am Samstag wurden wir – mittlerweile traditionell vom Chef als Stammgäste begrüßt – das Buffet im Restaurant Pan Africa genießen.

 Abendessen & Netzwerken am ersten Abend im Restaurant Baraka

Abendessen & Netzwerken am ersten Abend im Restaurant Baraka

Skills Workshops

Zum Kennenlernen, Lachen und Aufwachen begrüßte Malte am Samstagmorgen die Mitglieder fast schon traditionell mit dem Sitzkreis-Spiel „Everyone who…“. Auch Lisa konnte mit ihren zwischendurch eingestreuten Körperübungen die Konzentration hoch halten.

Vorstandsmitglieder präsentierten Informationen zur aktuellen Entwicklung von ANSA und hielten Skills Workshops
Vorstandsmitglieder präsentierten Informationen zur aktuellen Entwicklung von ANSA und hielten Skills Workshops

Als Skills-Workshops wurden dieses Mal die Themen Einführung in Gebärdensprache(n) (Andreas), Vermögensaufbau für Dummies (Malte) und Effektives Sprachenlernen (Esebio) angeboten. Die Workshops sind ein Beispiel dafür, wie wir ANSAs unsere vielfältigen Fähigkeiten miteinander teilen. Für das nächste Jahr hoffen wir auf weitere interessante Workshops – vielleicht hast du ja schon eine Idee?

 Christina Hollmann vom DAAD stellte sich einer intensiven Diskussion

Christina Hollmann vom DAAD stellte sich einer intensiven Diskussion

Gespräche mit dem DAAD

Zu Gast war dieses Mal Christina Hollmann, als Vertreterin des Alumni-Referats des DAAD eine wichtige Ansprechpartnerin für ANSA. Christina stellte neben den Zielen der DAAD-Alumniarbeit auch einige wichtige Entwicklungen im Rahmen von Umstrukturierungen vor, die auch ANSA betreffen. Es wurde intensiv diskutiert. Insgesamt haben wir uns gefreut Christina persönlich kennenzulernen, und hoffen weiterhin auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem DAAD.

Teilnehmer des Mitgliedertreffens 2018
Teilnehmer des Mitgliedertreffens 2018

Planungen für ANSAs Zukunft

In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden die Weichen für ANSAs Zukunft gestellt. In der Konferenzplanungsgruppe wurden Oldenburg, Halle an der Saale, Bonn und Heidelberg als Austragungsorte diskutiert. Im Anschluss an das Mitgliedertreffen entschied sich die Konferenz-Orga-Gruppe dieses Jahr für Halle an der Saale! Auch in der ANSA Insights-Arbeitsgruppe wurde motiviert gearbeitet, so dass ihr schon bald nach der Konferenz die nächste Ausgabe in den Händen halten konntet. Weitere Gruppen beschäftigten sich mit der Weiterentwicklung der ANSA-Webseite und unserer Fotoausstellung – die wir dann hoffentlich gemeinsam auf der nächsten Konferenz vom 5. bis 7. Oktober 2018 in Halle an der Saale bewundern dürfen! (mj)

Apropos… realizing you’re – that – different.

After the rigorous application process, you are thrilled to be awarded a scholarship to pursue your dreams. Congratulations! – It’s no mean feat. You’re now looking forward to the next chapter of intellectual, social, and emotional adventure.  And you should, because it is going to be an exciting ride! Then you get here, and plunge into life in the new world as the open-minded, ready-to-learn-and-expand-your-horizons person you are. Part of settling in involves familiarizing yourself with the local language. And shopping offers the perfect opportunity for you to practice this!

No “Hallo!”

So you pick your stuff and queue to pay. You notice that unlike back home (at least in Kenya), the cashier greets customers with “Hallo!” or “Guten Tag” and informs them how much their shopping adds up to before bidding them good-bye. Then it’s your turn to be served, and you’re waiting with a smile, eager to practice your German – after all, your teachers told you that talking to Germans is the best way to improve your proficiency – No word, smile or even glance comes your way. It’s a fast “peep, peep, peep!” before the cashier turns the screen your way and stretches his\her hand waiting for you to hand over the money. Which you do, then your change and the receipt are shoved your way, and even before you turn around, s/he is already saying a loud “Hallo!” to the next (white) customer. You’re left trying to figure out what just happened. Then this happens over and over again, before it finally hits you…

Subtle racism

That’s the thing about subtle racism, because the subtlety is a befuddling camouflage; there’s no physical violence involved, no insults hurled, no voices raised. It is entrenched in the regular activities. Even worse, you might be accused of being “too sensitive” if/when you point it out. As our fellow ANSA member Wamai in his blog post “Chemnitz and Racism” (https://wamaijames.wordpress.com/2018/02/12/chemnitz-and-racism/) pointed out, it is “[…] in the hidden, subtle and subconscious people’s behaviour that you realise just how deep-rooted racism is […]. A careless statement here, an ignorant response there.” It is when you go into a shop, and suddenly the merchandise in the area you’re browsing needs rearranging; or even worse, you’re subjected to a search in the shop as “security procedure” because “there is cause for suspicion”; you’re waiting at the lights, and a lady walking her dog smilingly tells you: “Ich habe festgestellt(!), dass Afrikaner Angst vor Hunden haben”, etc.

Don’t ignore, but don’t let it bog you down.

And so you realize that you’re seen as different, and not necessarily in a good way. So, how do you deal with this? I don’t ignore it, but have taught myself to not let it bog me down. I speak out where I can, and confront the people (who’ll mostly claim to not have meant it in this way). I consciously reinforce my self-worth and refuse to let people take away my agency.
Whatever others want to think of you, do your thing. Be you, unapologetically!


Rachel_MuchiraRachel Muchira, who was born and grew up in Kenya, spent time at the University of Bremen and Humboldt-Universität zu Berlin as a Bachelor’s and Master’s student. She is currently doing her PhD on Multilingual Language Learning Awareness at the University of Leipzig. She has been an ANSA member since 2015.

Hochschulgruppe AfroFriends

ANSA Mitgliederprojekt

Chancenkontinent Afrika, Zukunftskontinent Afrika. Von diesen beiden Begriffen halten die meisten in Deutschland sehr wenig. Sei es in den Medien, in der Schule, an der Universität oder in den Haushalten, Afrika wird mit Krieg und Armut gleichgesetzt. Ausgehend von einer während eines Workshops selbst erlebten negativen und erniedrigen Darstellung meines Heimatskontinents Afrika habe ich mich dazu entschlossen, etwas dagegen zu unternehmen. Eine gute Möglichkeit für ein solches Engagement bietet eine Hochschulgruppe.

Realität vermitteln

So habe ich – unterstützt von einigen Kommilitonen und Afrikaliebhabern – 2014 die Hochschulgruppe AfroFriends gegründet, mit dem Ziel einen Beitrag zum Verbreiten eines realistischeren und umfassenderen Bildes Afrikas zu leisten. Dabei handelt es sich schlicht um die Realität, denn man muss vor allem die Wissenslücke bezüglich Afrika füllen. Ein weiteres Ziel ist es, als in der Diaspora lebende AfrikanerInnen zur besseren wirtschaftlichen und sozialen Situation in Afrika beizutragen.

Logo AfroFriends

Das Erreichen der oben genannten Ziele wird durch viele Aktionen ermöglicht. Die größte Veranstaltung von AfroFriends findet um den 25. Mai jeden Jahres statt. Dieser Tag ist der Weltafrikatag und erinnert an die Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit (heute Afrikanische Union) im Jahre 1963. Die Veranstaltung widmet sich durch Ausstellungen, Workshops, Podiumsdiskussionen, Filmabende sowie interaktive Spiele der jeweiligen ausgewählte Thematik für den Weltafrikatag. Seit der Gründung der Hochschulgruppe wurden vier Themen behandelt: Bildung, Mode, Literatur und Recycling. Weitere Veranstaltungen der Hochschulgruppe sind z.B. Lesungen afrikanischer Autoren und Musikerauftritte.

Von Afrikanern für Afrikaner in Afrika

Mit dem Erlös aus unseren Aktionen werden Projekte von Afrikanern für Afrikaner in Afrika gefördert. So sind in diesem Rahmen ein Frauenprojekt in Ruanda, einen Musiker in Benin, ein Schulbauprojekt in Uganda sowie ein Recyclingunternehmen in Zimbabwe unterstützt worden. Das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ haben wir uns eigen gemacht.  An der Vielfalt der Spendenempfänger sieht man auch, dass bei AfroFriends viele Nationalitäten aus Afrika repräsentiert sind, was eine Bereicherung und Stärke ist.
Eine wichtige Herausforderung bei der Vorbereitung unserer Veranstaltungen ist wie wir die Inhalte überzeugend und gleichzeitig aber verständlich für alle unabhängig vom Alter und Sozialgruppen machen können. Es ist eben schwierig, die Meinung von Menschen zu ändern, die seit ihrer Kindheit nur ein unverändertes Bild Afrikas haben. Nicht selten bekommen wir zu hören: „Ist das so?“, „Was, es gibt auch afrikanische Buchautoren?“. So freuen wir uns immer auf solche Fragen, die auch zeigen, dass unser Ziel sowie unsere Aktionen notwendig sind.
Als Vorsitzender von AfroFriends und leidenschaftlicher Panafrikanist liegt mir das gesellschaftspolitische Engagement von hier lebenden AfrikanerInnen am Herzen. AfroFriends bietet ihnen die Möglichkeit dazu.


CharbelCharbel Gauthe wurde in Benin geboren und ist dort aufgewachsen. Er hat Germanistik in Cotonou und Deutsch als Fremdsprache in Deutschland sowie Unternehmenskommunikation in Frankreich studiert. Zurzeit lebt er in Bielefeld und promoviert dort im Fach Deutsch als Fremdsprache. Er ist seit 2017 ANSA-Mitglied.

Urbane Forschungslabore – Interdisziplinäre Postgraduierten-Programme in Subsahara Afrika

Neues vom DAAD

Die Postdoc Forschungsprogramme orientieren sich thematisch an der Entwicklungsagenda 2030. Sie haben das Ziel den globalen wissenschaftlichen Austausch verschiedener Forschungsdisziplinen sowie Querschnittsdenken zu  fördern. Letztendlich geht es dabei um nachhaltige regionale Strukturen sowie lokale und innovative Lösungen. Für den DAAD, der diese postgraduierten Programme unterstützt, steht auch eine chancengerechte und qualitative hochwertige Bildung im Mittelpunkt.

Der regionale Fokus der Programme in Subsahara Afrika liegt mit vier SDG-postgraduierten Forschungsgruppen in Äthiopien, Nigeria, Kamerun und Südafrika. Ein Schwerpunkt in der Herangehensweise bei den Forschungsprojekten liegt auf dem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien. Es zeigt sich bei Themen wie Energieeffizienz, Stadtplanung oder der Entwicklung von Kommunen, dass ein Blickwinkel, sei es natur-, sozial- oder geisteswissenschaftlich nicht ausreicht, um potentielle Lösungsansätze zu entwickeln.

Urban Lab in Johannesburg – Städte fit machen für die Zukunft

Das Urban Lab der Universität Witwatersrand (Wits) in Johannesburg mit der School of Arcitecture and Planning konzentriert sich bei seiner Forschung unter anderem auf Stadtplanung im Zuge globaler Veränderungen. Hierzu gehört neben Forschung und Lehre, kreative Projektarbeit, kommunales Engagement und öffentliche Debatten, um so immer im Austausch mit der Gesellschaft zu bleiben. Von den Studierenden wird erwartet, dass sie Analysefähigkeit, innovative Problemlösungsansätze, kreatives Engagement und Design, unterschiedliche Theorien reflektieren und sich kritisch in Debatten einbringen.

Im Rahmen eines postgraduierten Programms will das Urban Lab der Universität Witwatersrand individuelle und institutionelle Kapazitäten stärken und ausbauen. Zudem geht es um die Förderung eines Expertennetzwerkes auf dem afrikanischen Kontinent rund um das Thema urbane Entwicklung. Thematisch baut das Programm auf die globale Entwicklungsagenda 2030 und die New Urban Agenda (NUA) von 2016, das integrative Ansätze in der städtischen Planung fordert. In Zusammenhang damit steht das 11. Ziel der internationalen Nachhaltigkeitsagenda. Das besagt, dass Städte und Siedlungen zukünftig inklusiver, sicherer, resilienter und nachhaltiger gegenüber globalen Herausforderungen werden sollen. Dieses Ziel beschäftigt sich ausschließlich mit der Weiterentwicklung urbaner Räume. Zugleich tangiert es aber weitere Themen wie Umweltschutz, Wohlstand, gesellschaftliche Inklusion und Demokratisierung.

Die TU Berlin als Forschungspartner in der Stadtplanung und -management

Ein wissenschaftlicher Austausch über aktuelle Analysen und Forschungsergebnisse findet zusammen mit der Habitat Unit an der Technischen Universität Berlin statt. Sie ist an der Entwicklung eines Graduierten- und Postgraduiertenprogramms an der Universität in Johannesburg mit beteiligt für den Projektzeitraum seit 2016 bis 2020. Die Habitat Unit stellt globale Urbanisierungsprozesse sowie Wissensentwicklung in den Mittelpunkt seiner Analysen und arbeitet grundsätzlich mit verschiedenen Partnern zusammen, wie Forschungsinstituten, öffentlichen Institutionen, NGOs, und grassroots Initiativen zusammen. Das postgraduierten Programm gefördert vom DAAD umfasst einen interdisziplinären Austausch zu Stadtplanung und -management, Housing und Urban Design.

Der aktuelle Bedarf an Stadtplanung und -management und zwar global, nicht nur in Subsahara-Afrika, steht im Kontext einer adäquaten Planungs-, Organisations- und Steuerungsfähigkeit von Städten, die immer vielfältigeren Herausforderungen begegnen müssen. Neue Informations- und Kommunikationswege können dabei ein Teil der Lösung sein. Die Komplexität dieser Aufgaben zeigt unter anderem auch, dass dies eine Herausforderung für die Ausbildung in den postgraduierten Programmen ist. Zugleich werden dringend Experten auf diesem Gebiet benötigt. (sb)

Mehr Infos beim DAAD.

In Kürze +++ Der DAAD Ticker +++

+++ Neues Förderprogramm für Hochschulen im Senegal +++
Im Rahmen der multilateralen Hochschulkooperation PESEREE (Programme d’Enseignement Supérieur pour les Energies Renouvelables et l’Efficacité Energétique) fördert der DAAD in Senegal vier Hochschulen. PESEREE zielt darauf ab, die fachliche Qualität sowie Beschäftigungsorientierung von Studien- und Ausbildungsgängen zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz an ausgewählten senegalesischen Hochschuleinrichtungen zu verbessern sowie die Modernisierung der Energiewirtschaft im Senegal zu unterstützen.

+++ Deutsche Alumni Sommerschule in Nairobi +++
An der Karatina University in Nairobi findet vom 06.10.2018 – 14.10.2018 eine vom DAAD organisierte interdisziplinäre Sommerschule zu den Themen Nachhaltigkeit und Biodiversität statt. Daran beteiligt sind verschiedene Institute aus den Bereichen Geographie, Biologie und Psychologie. Die Sommerschule ist als Plattform gedacht für Wissenschaftler, Praktiker, und Firmen, um sich über neue Erkenntnisse, Erfahrungen und Perspektiven auszutauschen.

+++ DAAD Alumni Experten Seminar zum Thema nachhaltige Landwirtschaft +++
Vom 15.07. – 26.07.2018 gab es in Schamal Kurdufan im Sudan ein DAAD Alumni Experten Seminar zum Thema „Diversification of Water Sources and Production Systems towards Climate Smart Agriculture“. Das Seminar fand in Kooperation mit dem Alumni Portal Deutschland statt. Ziel des Austausches zwischen einem deutschen und sudanischen Forschungsinstitut sowie dem regionalen UNESCO Regional Center for Capacity Development and Research in Water Harvesting ist, die Resilienz der Landwirtschaft gegenüber klimatischen Veränderungen zu steigern.

+++ Workshop im Rahmen des Global Media Forum der Deutschen Welle +++
Am 12.06.2018 fand in Bonn ein Workshop zum Thema „Inequality, Education and International Cooperation: The DAAD Bilateral SDG-Graduate Schools“ als Teil des diesjährigen Global Media Forum der Deutschen Welle statt. In den letzten ANSA Insights Tickern haben wir bereits SDG-Graduate Schools vorgestellt, die zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen in Subsahara Afrika arbeiten.

+++ Messe zu Studienmöglichkeiten in Europa in Braamfontein +++
In Südafrika gab es vom 17.05. – 18.05.2018 eine Messe zu Studienmöglichkeiten in Europa an der Witwatersrand-Universität, Johannesburg statt. Im Mittelpunkt stehen dabei das Erasmus + und das Intra-Africa Academic Mobility Programme. Eingeladen sind Wissenschaftler, Experten aus dem Bereich Hochschulentwicklung, Politiker sowie Repräsentanten aus EU-Mitgliedstaaten, vor allem Studieninteressierte und Studierende. Die Messe findet bereits zum siebten Mal statt und ist als Interaktionsforum gedacht.

What Role Can Literature Play in the Anthropocene Age?

Mitgliederforschung

Interdisciplinary endeavours under the umbrella term ecocriticism have in the three most recent decades begun to focus on the ways in which cultural and literary texts represent nature. Why has this been missing? Though the catastrophic imprint of human actions on the environment – pollution, ocean acidification or natural resource depletion – is being researched by the natural sciences and in theory, we do have sufficient scientific knowledge about how to save our earth, not everyone is persuaded by those facts and numbers. The implications of our Anthropocene (Crutzen and Stoermer 2000) have in fact often caused more of a “doomsday fatigue” (Seymour 2012, p. 57) and emotional detachment in society than eliciting sustainable action plans. But how can literature and critical theory make a difference for the environment?

Making environmental suffering imaginable – and changeable!

Novels are known for their great strength of emotionally engaging people to care about issues they might on an intellectual level have been puzzled and indifferent about. Stories can bring numbers to life. It is in the analysis of this effect of literature on environmental health discourses that ecocritical theory then comes in. For my bachelor thesis, I have therefore looked at authors, who with their use of fictional strategies – creative imagery and subversive play with characterisation and genre – made real settings of environmental injustices become imaginable, comprehensible and therefore changeable.

Photo: Military conflict and environmental havoc in the Niger Delta; photo credit: Ships & Ports Ltd., 2017, www.shipsandports.com.ng.
Military conflict and environmental havoc in the Niger Delta

An important example is Helon Habila’s novel “Oil on Water” (2010): Against the complex historical backdrop of present-day postcolonial Nigeria, the author weaves his plot around the polluted Niger Delta environments, the oil-greedy multinational corporations and the regional village communities that are unable to protect their lands from exploitation. The parasitic quality of the neoliberal infiltration is evoked constantly on a metaphorical level: Eerie, rusty pipe arms are choking the earth and the vividly described stenches of the oil pollution almost waft out from the pages of the book. The reader becomes highly attuned to the non-human suffering presence on every sensory level. Most importantly, the author’s invocation of certain crime genre elements points out by genre which in the narrative is called by its name not once: The crime against nature and people.

It’s up to us all!

Writings like these are a form of activism, but they are equally a form of art. By exposing harmful ideologies and engaging the reader emotionally, they prove why in the Anthropocene, the natural sciences must be joined by literature and criticism. Finally, it is up to all of us to join the conversation and make a difference.


Katharina HillermannKatharina Hillermann, born in South Africa, grew up in Germany and studied English Literature and History in Berlin. She received a DAAD-scholarship to study one year at Stellenbosch University, South Africa, where she became fascinated with ecocritical theory. Currently, she is enrolled in a Masters of Education at Humboldt-Universität zu Berlin. She furthermore works in the International Office to facilitate exchanges between African universities and her home university. She joined ANSA in 2016.

Impressum

ANSA e.V. (Alumni Netzwerk Subsahara Afrika),
Neue Krugalle 212, 12437 Berlin. E-Mail: post@ansa-ev.org
Vorstand: Andreas Rothe (Vorsitzender), Carla Dietzel (stv. Vorsitzende), Esebio Abalo, Janna Miletzki, Malte Jahnke.
Fotos: ANSA e. V. (S.1-5, S.7), Ships and Ports Nigeria (S.7.)
Layout: Kevin Eder, Layout-Satz: Ken Yeboah Agyemang
Redaktion: Andreas Rothe (ar), Simone Beetz (sb), Carla Dietzel (cd), Anne-Maria Illés (ai), James Wamai Mwangi (jw), Katharina Kolatzki (kk), Lea Gleixner (lg), Martina Osterndorff (mo), Nicholas Ajwang‘ (na)